Vegas ringt anaheim nieder, buffalo zwingt montreal in die knie
Pawel Dorofejew zog in der Verlängerung des fünften Spiels mit einem Handgelenkschlenker den Kopf der Anaheim Ducks ab – und katapultierte die Vegas Golden Knights auf Matchball zur Conference Finals. Die 3:2-Overtime bedeutet die 3:2-Serienführung, bedeutet: Ein Sieg trennt den Ex-Champion noch vom nächsten großen Schritt.
Duck-hunting in der wüste: vegas gelingt der knockout-streich
Die Ducks hatten zuvor Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers versenkt, doch gegen die tief aufgestellten Knights fand ihr Powerplay keine Löcher mehr. Torhüuter Adin Hill fraß 37 Schüsse, bevor Dorofejew 2:13 Minuten in die Overtime die Halle zum Bersten brachte. Die Serie kann schon morgen Nacht in Anaheim enden – oder zurück in die Wüste rollen, wo Vegas in dieser Saison noch ungeschlagen ist.
Während die Neonlichter von Nevada durchdrehen, sackt Kanadas letzte Hoffnung tiefer in die Krise. Die Montreal Canadiens, 24-maliger Cupsieger, verloren zu Hause gegen Buffalo mit 2:3 und glichen die Serie zum 2:2 aus. Die Sabres, seit 2013 ohne Playoff-Erfolg, rochen die Blutung: Dylan Cozens erzielte 57 Sekunden vor Ende den Siegtreffer und schickte die Bell Centre-Fans verärgert in die Nacht.

Kanadas cup-sehnsucht währt bereits 33 jahre
Mit Ottawa und Edmonton sind bereits die Deutschen Tim Stützle und Leon Draisaitl raus – bleibt Montreal als einziger kanadischer Strohhalm. Das letzte kanadische Team, das den Stanley Cup holte, waren die Canadiens selbst – 1993. Seitdem warten 33 Millionen Hockey-Fans auf einen neuen Champion aus dem Herkunftsland des Sports. Die Zahlen sind so hart wie Eis: 30 Playoff-Jahre, 0 Cups.
Für Vegas zählt nur das nächste Spiel. Für Montreal plötzlich auch. Und für Kanada? Es zählt endlich wieder ein Triumph, bevor die Sehnsucht ewig wird.
