Var-thriller in london: arsenal entkommt knapp dem ausgleich!
Ein nervenaufreibendes Finale im Londoner Derby ließ die Herzen der Arsenal-Fans höher schlagen. Nur wenige Minuten vor dem Abpfiff kassierte die Mannschaft von Mikel Arteta den vermeintlichen Ausgleichstreffer von West Ham United, doch ein Eingreifen des Video Assistant Referee (VAR) sorgte für eine Wendung, die als „folgenreichste Entscheidung in der Geschichte des VAR“ bezeichnet wird. Arsenal siegt am Ende mit 1:0 und baut den Vorsprung auf Manchester City aus.

Die entscheidenden vier minuten und elf sekunden
Die Szene, die für solches Aufsehen sorgte, war klar: Ein Foul von Hammers-Profi Pablo an Gunners-Torwart David Raya in der fünften Minute der Nachspielzeit. Videoassistent Darren England erkannte den Regelverstoß und leitete den VAR-Check ein. Die darauf folgenden vier Minuten und elf Sekunden waren von dramatischer Spannung geprägt, bevor Schiedsrichter Chris Kavanagh den Treffer schließlich annullierte. Ein Moment, der die Partie und womöglich den weiteren Verlauf der Premier League entscheidend beeinflusste.
Mikel Arteta, der Coach von Arsenal, zeigte sich erleichtert und lobte die Entscheidung als „mutig“ und „von großer Tragweite“. „Ich habe heute erst richtig begriffen, wie schwierig und umfangreich die Aufgabe eines Schiedsrichters ist“, so Arteta. Er betonte die enorme Verantwortung, die auf den Unparteiischen lastet und würdigte die Weitsicht der Entscheidungsträger.
Doch nicht jeder teilte diese Meinung. West Ham-Trainer Nuno Espírito Santo äußerte sich „traurig und enttäuscht“ über den Verlauf und kritisierte die „mangelnde Konsistenz“ bei der Bewertung ähnlicher Situationen. Er bemängelte, dass das Blockieren und Festhalten am gegnerischen Torwart mittlerweile zu wenig bestraft werde und erinnerte an eine Zeit, in der solche Aktionen konsequenter geahndet wurden. „Früher wurde das anders geahndet – genau das ärgert mich.“
Die Sun spielte mit dem Begriff „Unbelie-VAR-ble“ und rechnete vor, dass ohne die Unterstützung des VAR Arsenal nur einen Punkt vor Manchester City stehen würde. Eine Zahl, die die immense Bedeutung der Technologie für den Titelkampf verdeutlicht. Dabei darf man nicht vergessen, dass Darren England, der VAR in diesem Spiel, bereits 2023 für einen gravierenden Fehler verantwortlich war, als er ein Tor von Luis Díaz gegen Tottenham fälschlicherweise nicht anerkannte.
Ironischerweise leitet derselbe England am Samstag das FA-Cup-Finale zwischen Chelsea und Manchester City. Ein weiteres Kapitel in der umstrittenen Geschichte des VAR.
Die Disziplin, den gegnerischen Torwart bei Standardsituationen zu attackieren, hat Arsenal in dieser Saison maßgeblich vorangebracht. Die Tatsache, dass das Festhalten und Blockieren nun weniger bestraft wird, eröffnet neue taktische Möglichkeiten, die das Team clever nutzt. Es ist ein Balanceakt, der dem Team einen entscheidenden Vorteil verschafft.
