Var-skandal in italien: rocchi dirigierte schiedsrichter mit kinderspielen?
Rom – Ein Erdbeben erschüttert den italienischen Fußball: Gianluca Rocchi, der Chef der Schiedsrichter, soll während der VAR-Überprüfungen ein geheimes, kindgerechtes System zur Kommunikation mit den Videoassistenten eingesetzt haben. Berichte, die von Journalisten wie Luigi Garlando aufgedeckt wurden, lassen den italienischen Fußballverband in hellem Licht erscheinen und werfen ernsthafte Fragen nach der Integrität der Schiedsrichterentscheidungen auf.
Die geheime codesprache: zwischen „schlaf“ und seifenblasen
Die Vorwürfe sind pikant: Statt klarer Anweisungen soll Rocchi, der in nur 80 Kilometern Entfernung von Collodi, dem Geburtsort von Pinocchio, geboren wurde, ein System aus kindlichen Spielen und Gesten genutzt haben. Demnach soll er mit den VAR-Assistenten über Codes wie „Schlaf“, „Autostopp“ (bezogen auf den bekannten Dance-Hit der 80er Jahre von Claudio Cecchetto) oder sogar „Stein, Papier, Schere“ kommuniziert haben. Dies erklärt, warum vermeintlich gravierende Schiedsrichterfehler nicht korrigiert wurden – Rocchi hätte angeblich „Schlaf“ gemimt.
Doch die Geschichte wird noch absurder. Ex-Schiedsrichter Nicola De Meo berichtet von weiteren bizarren Methoden. So soll Rocchi angeblich Seifenblasen pusten oder sogar ein Laken vor die Glaswand projizieren, um mit den Händen Figuren zu formen – darunter ein „Step on foot“, um einen besonders schweren Foulspiel zu kennzeichnen. Bei strittigen Situationen, die eine Rote Karte nach sich ziehen könnten, soll er das Ritual „Hexe befiehlt Farbe“ angewendet haben, wobei die VAR-Assistenten nach „Farbe…“ fragten, worauf Rocchi dann mit „Rot!“ oder „Gelb!“ antwortete.
Besonders verstörend ist der Vorfall, bei dem Rocchi sich während der Halbzeitpause blindbande und mit den VAR-Assistenten „Verstecken“ oder „Eins, zwei, drei, Stern“ spielte – ein Spiel, bei dem die Assistenten sich versteckten und Rocchi versuchte, sie zu fangen. Ein groteskes Schauspiel, das den Ernst der Lage in den Schatten stellt.
Die Staatsanwaltschaft in Mailand hat die Ermittlungen aufgenommen. Rocchi wird sich dem Verhör von Staatsanwalt Maurizio Ascione entziehen. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen dieser Skandal für den italienischen Fußball haben wird.

Zappi: ein rausschmiss und ein abschiedsbrief
Parallel zu diesem VAR-Desaster sorgt der suspendierte Präsident des italienischen Fußballverbands, Zappi, mit einem emotionalen Abschiedsbrief für Aufsehen. Er bezeichnete die ihm auferlegte Strafe von 13 Monaten als „lebenslanges Gefängnis“ und kritisierte die fehlende Gerechtigkeit im Verbandsinneren. Ein weiterer Schlag für den bereits angeschlagenen Ruf des italienischen Fußballs.
Die Gazzetta AI Predictor bewertet die Lage weiterhin kritisch. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Das Vertrauen in die Schiedsrichterentscheidungen ist auf einem historischen Tiefpunkt angelangt.
Die Frage ist nicht, ob der italienische Fußball gestrichen ist, sondern ob er sich aus dieser selbst geschaffenen Farce befreien kann. Und ob Gianluca Rocchi jemals wieder ein Fußballspiel leiten darf. Die Antwort scheint, angesichts der Beweislage, düster.
