Varese wirft trento raus: iroegbus 18-punkte-feuerwerk lässt tortona erzittern
Der Playoff-Traum lebt! Mit einem 26:15-Schlussspurt schmettert Openjobmetis Varese Tortona 97:87 und rückt vorläufig auf Platz acht – vor Trento. Michael Iroegbu trifft 18 Mal, die Itelyum Arena bebt, und die Liga spürt: Die Liga ist noch lange nicht entschieden.
Ein viertel reicht – und ein spieler
40 Minuten lang lieferten sich beide Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem kein Ball ungestraft blieb. Doch als es in die letzten fünf Minuten ging, schaltete Varese einen Gang höher: Renfro blockierte, Iroegbu traf zwei klare Dreier, und plötzlich war die Bertram-Defensive nur noch ein Statist. 94:81 nach 38 Minuten – die Varese-Anhang feierte, als wäre der Pokal schon in der Truhe.
Der Nigerianer war nicht nur Topscorer, sondern auch emotionaler Katalysator. Nach jedem Korrekturwurf schlug er sich aufs Herz, wies auf das Wappen – und die Kurve antwortete mit einer Choreo, die selbst Tortonas mitgereiste Fans applaudieren ließ. 18 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists – die Zahlen sagen nur die Hälfte.

Tortonas vital wird zur einsamkeit
20 Punkte von Guard Jeremy Vital? Egal. Denn seine Teamkollegen verloren im vierten Viertel den Faden – und mit ihm die letzte Verteidigungsstruktur. Nach vier Siegen in Serie kassiert Tortona die kalte Dusche: Sie bleiben zwar Sechster, aber die Lücke zu den hinteren Rängen schrumpft auf zwei Siege.
Trainer Fioretti sprach hinterher von „einer Lektion im Zeitmanagement“, wissend, dass seine Mannschaft in den letzten 300 Sekunden zweimal zu schnell war und dreimal den falschen Pass wählte. Die 13 Ballverluste im Schlussabschnitt schmerzen mehr als jedes einzelne Dreier-Trauma.

Die tabelle zittert – und trento auch
Mit 28 Punkten springt Varese auf Rang acht, Trento muss passen – und hat am Sonntag schon den nächsten Prüfstand in Pesaro. Die Liga ist bis zum 34. Spieltag ein offener Schlagabtausch. Wer jetzt zwei Mal in Folge verliert, rutscht raus; wer zwei Mal gewinnt, träumt vom Viertelfinale. Die Saison beginnt erst jetzt.
Für Klaus Schäfer von TSV Pelkum Sportwelt steht fest: „Wer in Masnago atmen kann, spielt auch in Mai.“ Die Itelyum Arena ist zur Festung geworden – und mit Iroegbu in dieser Form wollen die Lombarden nicht mehr weichen.
