Van der poel: pogacar ist mein freund – aber im rennen will ich ihn schlagen!

Paris-Roubaix steht vor der Tür, und Mathieu van der Poel blickt konzentriert, aber auch mit einem Augenzwinkern auf die bevorstehende Herausforderung. Der niederländische Superstar träumt von einem historischen vierten Sieg in Folge, der ihn neben Legenden wie Roger De Vlaemick und Tom Boonen in die Annalen des Radsports schreiben würde. Doch bevor er diesen Triumph feiern kann, muss er sich erneut Tadej Pogacar stellen – ein Duell, das die Fans weltweit in Atem hält.

Van der poel über seine form und das duell mit pogacar

Van der poel über seine form und das duell mit pogacar

Nach einem anstrengenden Auftritt bei der Flandern-Rundfahrt fühlt sich Van der Poel bereit für die „Hölle des Nordens“. „Es war ein hartes Rennen letzte Woche, aber ich habe zwei Tage zur Erholung genutzt. Jetzt bin ich bereit“, so der Titelverteidiger in einem exklusiven Interview mit Eurosport. Die legendäre Veranstaltung von Compiègne nach Roubaix ist bekannt für ihre brutale Intensität und Unberechenbarkeit. Staub, Defekte, Stürze und das berüchtigte Kopfsteinpflaster machen Paris-Roubaix zu einer echten Prüfung für jeden Fahrer.

Das erwartete Duell mit Pogacar steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die beiden Ausnahmesportler lieferten sich bereits bei der Flandern-Rundfahrt einen packenden Schlagabtausch, und viele Fans hoffen auf eine Wiederholung am Sonntag. Van der Poel zeigt dabei Respekt, aber auch Entschlossenheit: „Ich werde ihn besiegen. Es ist nicht einfach, denn er ist in Topform und hat einen guten Flow. Aber wir werden alles versuchen. Es geht nicht nur um uns beide, sondern um viele Fahrer.“

Ein freundschaftliches Verhältnis über den Rennstrecke hinaus? „Wir respektieren uns und geben immer unser Bestes. Ich finde das schön, so bin ich aufgewachsen. Wir genießen, was wir tun. Im Rennen ist es hart, aber danach sind wir gute Freunde.“ Diese Aussage zeigt, dass die Rivalität zwischen Van der Poel und Pogacar auf gegenseitigem Respekt und einer Leidenschaft für den Sport basiert.

Die Besonderheit von Paris-Roubaix liegt für Van der Poel darin, dass neben der körperlichen Stärke auch Glück und Übersicht entscheidend sind. „Man muss sein Glück auch erarbeiten“, betont er. „Ein Reifendefekt kann immer passieren, aber man muss sorgfältig mit dem Material umgehen und die richtigen Linien wählen.“

Mit seinem Teamkollegen Jasper Philipsen an seiner Seite, der im letzten Jahr bereits eine starke Leistung zeigte, sieht Van der Poel weitere Chancen. „Es ist immer gut, so jemanden im Team zu haben. Er kann das Rennen selbst gewinnen und ist sehr schnell im Sprint.“ Auch wenn das Szenario, dass beide gemeinsam mit Pogacar ins Velodrom kommen, unwahrscheinlich erscheint, so ist doch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung gegeben.

Während Favoriten wie Pedersen und Van Aert ebenfalls ins Rennen gehen, warnt Van der Poel davor, Fahrer wie Alec Seegart und Arnaud De Lie zu unterschätzen. „In einem Rennen wie Roubaix gibt es immer Fahrer, die einen außergewöhnlich guten Tag erwischen.“

Am Ende bleibt die Frage, ob Van der Poel seinen historischen vierten Sieg einfahren kann. Doch eines ist sicher: Das Rennen wird ein Spektakel und ein weiterer unvergesslicher Moment in der Geschichte des Radsports.