Fuenlabrada stürzt ab: historischer tiefpunkt für den hauptstadtklub!

Ein dramatischer Sonntagabend in der spanischen Drittklassigkeit: Fuenlabrada, einst kurz vor den europäischen Wettbewerben, ist abgestürzt. Nach fünfzehn Jahren in den nationalen Ligen fällt der Verein aus dem Süden Madrids in die Tercera RFEF ab – ein Schock für die Anhänger und ein Wendepunkt für die Zukunft des Klubs.

Die bittere wahrheit: zwei abgänge in folge

Die Niederlage gegen Navalcarnero mit 3:1 besiegelte das Schicksal. Zwei späte Gegentreiche sorgten dafür, dass die Hoffnung auf ein Wunder verblasste. Fuenlabrada kämpfte zwar bis zum Schluss, benötigte aber eine Kombination aus eigenen Erfolgen und Fehlern der Konkurrenz, die sich nicht einstellte. Die Situation ist umso prekärer, da dies bereits der zweite Abstieg in Folge ist und der dritte in den letzten vier Jahren. Vor gerade einmal einem Jahr kämpfte man noch darum, den Klassenerhalt in der Primera RFEF zu sichern – nun heißt es, sich im regionalen Fußball neu zu orientieren.

Das „fuenlagate“ und die träume von der eliteliga

Das „fuenlagate“ und die träume von der eliteliga

Die Geschichte des Klubs ist geprägt von Höhen und Tiefen. Vor wenigen Jahren, in der Saison 2019/2020, verpasste Fuenlabrada aufgrund eines umstrittenen Strafstoßes in der Nachspielzeit gegen Deportivo La Coruña nur knapp die Teilnahme an den Aufstiegsplayoffs. Der sogenannte „Fuenlagate“ hallt bis heute nach. Von der Hoffnung auf den Aufstieg in die erste Liga träumt man nun von einer Rückkehr in die untersten Spielklassen.

Finanzielle probleme und eine ungewisse zukunft

Finanzielle probleme und eine ungewisse zukunft

Doch die sportlichen Probleme sind nur die Spitze des Eisbergs. Der Klub befindet sich in finanziellen Schwierigkeiten und steht seit dem 27. April auf der „Registration Ban List“ der FIFA. Das bedeutet, dass Fuenlabrada keine neuen Spieler registrieren darf, solange offene Rechnungen beglichen werden. Jonathan Praena, der Präsident des Vereins, wurde von den Fans am Sonntagabend massiv kritisiert. Szenen von Protesten und Spannungen am Spielfeldrand des Estadio Mariano González zeigten die Frustration der Anhänger.

Die ambitionierten Pläne für die Zukunft – darunter das Projekt „Fuenla 2030“, die Gründung von Satellitenvereinen in den USA, Afrika, Asien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie der Bau eines neuen Stadions im Wert von 6,5 Millionen Euro – liegen nun auf Eis. Die Zukunft des Klubs ist ungewiss und hängt von der Lösung der finanziellen Probleme ab.

Die Spieler und Verantwortlichen haben sich in den sozialen Medien zu Wort gemeldet und die Verantwortung für die katastrophale Saison übernommen. „Wir waren nicht bereit, wir haben nicht die Antworten gefunden, wenn es am wichtigsten war“, hieß es in einer Erklärung des Vereins. Die Demütigung ist groß, aber es bleibt die Hoffnung auf einen Neuanfang und eine Rückkehr zu alter Stärke. Die bittere Wahrheit ist jedoch, dass Fuenlabrada im Moment am Tiefpunkt seiner Geschichte angelangt ist.