Spanische tennis-renaissance: junge wilde katapultieren das team zurück!
Ein Schock durchlief vor kurzem die Tenniswelt: Spanien, einst eine Macht im Damentennis, rutschte im ATP-Ranking fast 38 Jahre in die Vergangenheit zurück. Nur vier Spieler der 'Armada' fanden sich in den Top 100 wieder. Doch jetzt weht ein frischer Wind, befeuert von einer neuen Generation – und die Hoffnung auf eine glorreiche Zukunft ist zurück!
Die dunkle woche und der historische tiefstand
Die Aktualisierung des ATP-Rankings vom vergangenen Montag offenbarte eine erschreckende Entwicklung. Lediglich Carlos Alcaraz (Nummer 1 der Welt), Alejandro Davidovich (17), Jaume Munar (35) und Roberto Bautista (88) repräsentierten Spanien im globalen Tennis-Olymp. Dieser Zustand war seit der Woche vom 3. Oktober 1988 nicht mehr vorgekommen – eine Zeit, in der Emilio Sánchez Vicario, Jordi Arrese, Sergio Casal und Fernando Luna das spanische Gesicht im Tennis darstellten. Die Situation war alarmierend, aber eben nur für kurze Zeit.

Rafael jódar und die neue garde: ein wendepunkt
Die Wende kam schneller als erwartet. Die 'Savia nueva', wie wir sie nennen, die von der Generation um Rafael Jódar eingebracht wird, hat dem spanischen Tennis neuen Schwung verliehen. Jódar, der gerade einen beeindruckenden Aufstieg hingelegt hat und sich nun auf Platz 34 befindet, ist nicht nur der Spieler, der in den letzten Wochen am meisten Positionen gewonnen hat, sondern auch der Jüngste im Ranking – knapp vor dem Brasilianer Joao Fonseca. Was niemand so recht bemerkt hat: Zwei weitere Madrilenen, Martín Landaluce (20) und Daniel Mérida (21), haben sich ebenfalls in den Top 100 etabliert.
Landaluce, der im Miami Open sensationell das Viertelfinale erreichte, teilt mit Jódar das gleiche Trainingszentrum im Club de Tenis Chamartín. Die Tatsache, dass Spanien nun drei der jüngsten zehn Spieler im Top 100 stellt – Jódar, Landaluce und Mérida – ist ein starkes Zeichen für die Vitalität des spanischen Tennissports. Und vergessen wir nicht: Auch Carlos Alcaraz, der bald seinen 23. Geburtstag feiert, nimmt den 17. Platz ein.
Aktuell sind acht spanische Spieler im Top 100 vertreten: Alcaraz (2), Davidovich (23), Jódar (34), Munar (38), Mérida (86), Pablo Carreño (91), Landaluce (94) und Bautista (98). Hinter Taberner liegt noch Luft nach oben, aber die Entwicklung ist unverkennbar. Nur die USA (10), Frankreich (10) und Argentinien (9) können derzeit mit einer ähnlichen Anzahl an Top-Spielern aufwarten. Italien (mit Sinner) folgt mit sieben Spielern, gefolgt von Australien (5). Diese sechs Nationen dominieren das globale Tennisgeschehen – ein Beweis für die Stärke des spanischen Tennissports.
Die Abwesenheit von Tennisgrößen wie Roger Federer und Stan Wawrinka aus der Schweiz oder Björn Borg und Mats Wilander aus Schweden im Top 100 verdeutlicht: Wir befinden uns in einer echten Umbruchphase. Eine Zeit, in der neue Kräfte aufsteigen und die etablierte Ordnung herausfordern. Spanien ist mittendrin – und scheint bereit, diese Herausforderung anzunehmen.
