Van der poel am tour de flandern: pogacar erneut zu stark!
Mathieu van der Poel hat erneut das Nachsehen müssen. Bei der 107. Ausgabe des Tour de Flandern verpasste der Niederländer knapp seinen vierten Sieg – eine Leistung, die bisher noch keinem Fahrer gelungen ist. Tadej Pogacar, der wieder einmal als unüberwindbare Hürde erwies, sicherte sich den Titel und feiert damit seinen dritten Sieg in ‘De Ronde’.
Ein duell der giganten am elfschrei
Die entscheidenden Kilometer gehörten unzweifelhaft Pogacar. Van der Poel räumte nach dem Rennen offen ein, dass er dem Slovenern in diesen Momenten unterlegen war und seine Kräfte völlig aufgebraucht waren. „Ich habe alles gegeben, aber es war jemand Stärkeres“, gestand er im Interview mit Sporza. „Ich habe 650 Watt geliefert und konnte trotzdem nicht mit Pogacars Tempo mithalten. Manchmal ist der Radsport eben so.“
Nach dem ersten Anstieg des Oude Kwaremont gelang es Van der Poel, an Pogacar dran zu bleiben und sogar kurzzeitig aufzuholen. Doch Pogacar bewies einmal mehr seine außergewöhnliche Form und setzte sich erneut ab. Die Worte des Niederländers fassen die Situation treffend zusammen: „Auf der flachen Strecke des Oude Kwaremont schien ich kurzzeitig aufzuholen, aber Pogacar hatte noch Reserven. Dann musste ich mich dem Stärkeren beugen.“

Ein podest ohne glanz
Das Podest, auf dem auch Remco Evenepoel stand, wurde von Van der Poel zwar gewürdigt, doch die Enttäuschung über den verpassten Sieg war ihm deutlich anzusehen. „Es ist kein schönes Podest, denn ich hätte gerne gewonnen“, sagte er lakonisch. Er zeigte sich realistisch und betonte, dass Pogacar immer der zu schlagende Gegner sei. „Ich habe das Niveau erreicht, das ich mir gesteckt hatte, aber Pogacar war einfach zu stark.“
Die Leistung von Pogacar war schlichtweg herausragend. Seine taktische Brillanz und sein unglaubliches Maß an Kraft haben erneut bewiesen, dass er derzeit zum Kreis der absoluten Weltspitze gehört. Van der Poel hingegen muss sich nun fragen, wie er den Slovener in Zukunft übertrumpfen kann. Die Antwort wird wohl in harten Trainingsstunden und einer klugen Rennstrategie liegen.
