Van der baan rückt an die spree – berlinerinnen schnappen leverkusens flügel

Die SPREEFÜXXEN haben zugeschlagen. Mit Britt van der Baan landet der Hauptstadtclub sein erstes Transfercoup der Sommer-Vorbereitung, und es ist kein kleines: Die 24-jährige Rechtsaußen wechselt vom Liga-Konkurrenten TSV Bayer 04 Leverkusen nach Berlin, unterschreibt für zwei Jahre und trägt künftig die 24 auf dem Rücken.

Susann Müller hat sie schon lange auf dem Zettel. „In der Vergangenheit klappte es nicht, jetzt haben wir nachgelegt“, sagt die Trainerin der Berlinerinnen. Für sie ist van der Baan kein Ersatz, sondern eine Waffe. Ein Tempo-Dribbler, der in der 2. Bundesliga Frauen bislang 72 Tore erzielte und in der Abwehr mit hartem Zugriff glänzt.

Van der baan: „berlin fühlt sich einfach richtig an“

Van der baan: „berlin fühlt sich einfach richtig an“

Die Niederländerin selbst gibt sich ebenso entschlossen wie euphorisch. „Die Gespräche waren von Anfang an positiv, die Ambitionen passen zu meinen“, sagt sie. Der Wechsel sei „kein Schritt zurück, sondern ein Schritt nach vorn“. Und dann jene kleine Gänsehaut-Szene: „Ich freue mich auf Berlin und alles, was mich erwartet.“ Klingt nach einer Spielerin, die mehr will als nur Minuten.

Für die SPREEFÜXXEN ist der Zugang ein Statement. Nach dem verpassten Aufstieg wollen sie in der kommenden Saison wieder oben mitmischen. Mit van der Baan bekommen sie eine Profi, die in Leverkusen gelernt hat, was es heißt, unter Druck zu performen. Und sie bekommen eine, die sich nicht versteckt. „Ich will Titel gewinnen“, sagt sie. Keine Floskel, sondern Programm.

Der Kader nimmt Form an. Müller hat noch ein paar Eisen im Feuer, doch der erste Schritt steht. Die Nummer 24 ist vergeben, die rechte Seite neu gepflastert. Nun muss sie nur noch liefern – und Berlin liefert die Bühne.