Valverde schlägt in der 94. minute ein – real madrid bleibt am titel dran

Ein Schrei, ein Aufatmen, ein Schlag auf die Brust. Federico Valverde traf in der vierten Minute der Nachspielzeit und rettete Real Madrid vor dem eigenen Publikum gegen Celta Vigo eine 2:1-Schlacht, die längst verloren schien. Die Königlichen zitterten, stolperten, brannten Chancen – und gewannen trotzdem. Weil sie müssen. Weil Barcelona nicht locker lässt.

Tchouaméni trifft früh, iglesias antwortet – und dann wird’s ruppig

Die Führung war eigentlich ein Geschenk. Arda Güler legte eine Ecke kurz, Aurélien Tchouaméni stand völlig frei an der Strafraumkante. Sein Schuss knallte über den Innenpfosten, 1:0. Doch Celta schlug zurück. Williot Swedberg schickte Borja Iglesias, der ehemalige Leverkusener ließ Trent Alexander-Arnold stehen und schob eiskalt ein. Die Galicier spielten sich in Rage, Real wirkte plötzlich alt.

Nach der Pause ging die Luft raus. Beide Teams tief, beide Teams müde. Schiedsrichter Jesús Gil Manzano pfiff hitzig, aber nicht konsequent – Elfmeterpfiff aus, nachdem Ferran Jugtla den Ball angeblich vorher von Tchouaméni weggeschubst bekam. Die Tribüne tobte, Celta jubelte innerlich. Iago Aspas traf den Pfosten, Real wirkte ideenlos. Bis Valverde in der 94. Minute aus 20 Metern abzog. Marcos Alonso schob den Ball unhaltbar ins eigene Netz. Bernabéu explodierte.

Real bleibt dran – doch die bruchstellen sind sichtbar

Real bleibt dran – doch die bruchstellen sind sichtbar

Mit dem glücklichen Sieg verkürzt Real den Rückstand auf Tabellenführer Barcelona auf einen Punkt. Doch das war kein Machtakt, sondern ein Notstand. Die Defensive wackelt, die Kreativität fehlt, und Alvaro Arbeloa steht mit dem Rücken zur Wand. Am Mittwoch kommt Manchester City in die Champions League – dann muss schon wieder alles passen. Celta indem trauert um den verschenkten Punkt, aber die Europa-League-Träume leben. Und in Madrid? Dort wissen sie: So geht Meisterschaft nicht. Aber besser als nichts.