Valverde fliegt, real madrid zittert – sperre droht gegen girona

Fede Valverde stampfte vom Feld, die Kinnlade vor Wut geklappt. 77. Minute, Derby-Stimmung kocht, und der Uruguayer sieht Rot, weil er Atléticos Carrasco von hinten traf – „nicht in Spielnähe, mit übermäßiger Kraft“, notiert Schiedsrichter Munuera Montero.

Sperre kann zwei spiele umfassen

Sperre kann zwei spiele umfassen

Die Formulierung im Akt ist kein Detail. Sie zieht die automatische Ein-Spiel-Sperre in die Länge. Das Kompetenzkomitee kann ein weiteres Match draufpacken, wenn es die Aktion als aggressiv wertet. Dann fehlt Valverde nicht nur am Sonntag in Palma gegen Mallorca, sondern auch am 31. Spieltag gegen Girona – den direkten Konkurrenten um die Meisterschaft. Klubseiten brodelt es: „Wir legen sofort Einspruch ein“, heißt es intern. Die Begründung: Kein Reflex, sondern Notwehr, weil Carrasco zuvor seine Ellbogen einsetzte.

Atlético-Kapitán Koke verteidigte den Uruguayer trotz Hitze: „Er ist fair, das war Frust, nicht Boshaftigkeit.“ Doch die Kameras zeigen den Stiefel in die Wade, und der VAR bestätigte die Entscheidung. Real droht ein ähnlicher Fall wie vor zwei Jahren, als Casemiro wegen einer Wiederholungstat vier Spiele pausierte.

Trainer Ancelotti muss jetzt rekonstruieren. Ohne Valverdes Laufpower und diagonalen Schuss fällt die rechte Seite aus. Camavinga rückt ins Zentrum, Tchouaméni übernimmt die Sechser-Position. Die Frage lautet nicht nur, wer Mallorca bändigt, sondern auch, ob die Maschine ohne ihren Motor gegen Girona noch Tempo hat.

Die Liga teilt mit, dass die Entscheidung über die Zusatzstrafe innerhalb von 72 Stunden fällt. Das Spiel gegen Girona ist in neun Tagen. Valverde wartet, das Tribunal tickt. Wer denkt, das Derby sei vorbei, kennt die Bürokratie des spanischen Fußballs nicht.