Lugo patzt im kampf um die rückkehr – arenas club stoppt galicier mit spätem gegenschlag
Der CD Lugo hat seine eigenen Fans im Estadio Anxo Carro wieder enttäuscht. Nach 22 Minuten fehlten nur noch ein paar Sekunden Konsequenz, dann wäre der Befreiungsschlag perfekt gewesen. Stattdessen stand am Ende ein 1:1, das sich wie eine Niederlage anfühlt.
Yago iglesias‘ plan funktionierte – bis er nicht mehr funktionierte
Der Trainer hatte seine Mannschaft in ein klassisches 4-4-2 gepresst, mit Álex Gallar als Turbo auf der linken Seite und Nico Reniero als Kopfballungeheuer in der Mitte. Die Idee: früh treffen, Arenas Club in den Rückstand zwingen und dann das Tempo drosseln. Reniero verwandelte in der 22. Minute souverän, nachdem Gallar mit einem Traumpass die Abwehrkette zerrissen hatte. Das Stadion tobte, 2.506 Zuschalter glaubten an den Befreiungsschlag nach der desaströsen Vorsaison.
Aber der Gegner aus Vizcaya liest das Spiel anders. Arenas-Coach Ion Erice hatte seine Mannschaft auf Schmerzen programmiert. Mikel Zabala schlug in der 37. Minute zurück – mit einem Schuss aus 16 Metern, der unter der Mauer hindurchschlüpfte und Keeper Marc Martínez keine Chance ließ. Plötzlich war die Luft raus.

Zweikampfverhalten entschied über punkt und platz
Die Statistik lügt nicht: Lugo gewann 54 Prozent der Zweikämpfe, aber nur 38 Prozent in der gegnerischen Hälfte. Das bedeutet: hinten stabil, vorne harmlos. Besonders bitter: Nach dem Ausgleich schaltete Arenas um auf eine 5-4-1-Deckung, die den Galiciern jede Lücke nahm. Die Einwechslungen von Kevin Presa und Borja Sánchez brachten zwar frische Beine, aber keine neue Idee.
Schiedsrichter Ignacio De Santiesteban verpasste fünf Gelbe Karten an die Gäste – ein Indiz dafür, wie sehr sich Arenas in der Schlussphase mit Fouls Luft verschaffte. Lugo dagegen blieb harmlos: keine klare Chance nach der 75. Minute, kein Schuss aufs Tor aus kurzer Distanz. Die Erkenntnis: Selbst in der Primera Federación reicht ein frühes Tor nicht, wenn man nicht bereit ist, dafür zu brennen.
Die Tabelle lügt ebenfalls nicht: Mit diesem Punkt steht Lugo auf Rang 11 – drei Zähler hinter dem Aufstiegsplatz, aber nur zwei über der Abstiegszone. Die Saison ist noch jung, doch das Gefühl von gestern wird bleiben: Wer die Chance auf drei Punkte nicht mit Händen und Füßen verteidigt, wird auch in der dritten Liga nicht glücklich.
