Tenerife schlägt osasuna b und entledigt sich der remis-last
Ibai Arrasate schoss sich und seinem Club in die Katastrophe – und der CD Tenerife in die Spitzengruppe. Im Heliodoro Rodríguez López rutschte der Gasteverteidiger eine Flanke unglücklich ins eigene Netz (50.), dem 1:0-Sieg der Kanarier folgte ein kollektiver Seufzer der Erleichterung. Drei Remis in Serie waren genug, jetzt riecht die Aufstiegsmission wieder nach Meer und Meisterschaft.
Cerveras schützlinge zeigen die zähne – und die nerven
Alvaro Cervera hatte vor Wochen angekündigt, dass seine Mannschaft „lernen muss, auch an hässlichen Tagen zu siegen“. Gegen Osasuna B lieferte sie die gelebte Antwort. Tenerife begann forsch im klassischen 4-4-2, doch die Gäste aus Navarra legten sich sofort quer: Echegoyen und Santos schon früh verwarnt, das Mittelfeld ein Dauerkampf, die Räume winzig. Kein Spiel für Feinschmecker, aber eins für Leute mit Biss.
Die Bälle flogen, die Knöchel klapperten, und die 12.288 Zuschauer sahen ein Team, das sich nicht verrückt machen ließ. Gastón und Enric Gallego pressten, Juanjo und Fabricio schaufelten unermüdlich zweite Bälle heraus. Die Idee: den Gegner so lange bearbeiten, bis sich die Lücke von selbst auftut. Sie tat es – durch einen Gegner, der versehentlich zum Helden wurde.

Der eigentor-moment, der die tabelle verbiegt
Arrasate wollte eigentlich klären, stattdessen schraubte sich der Ball im Bogen unter die Latte. Rafa Fernández war machtlos, das Publikum brüllte, Cervera ballte auf der Tribüne die Faust. Mit einem Schlag hatte Tenerife das Kommando, Osasuna B musste umschalten, kam aber nie wirklich an. Kepa Sarango und Carlos Lumbreras brachten frische Beine, doch die Inselluft wurde dicker, die Zweikämpfe ruppiger, die Uhr schneller.
Am Ende zählt nicht, wie schön das Tor war – nur, dass es zählt. Die Kanarier kletterten auf 63 Punkte und liegen bereits zwölf Zähler vor dem Verfolger Celta B. Die Serie ohne Sieg ist gerissen, die Tabellenführung untermauert, die Moral gestählt. Nächste Woche geht’s nach Logroño, doch wer das Heliodoro verlässt, weiß: Die Meisterschaft wird hier entschieden – Spiel für Spiel, Eigentor für Eigentor, Sieg für Sieg.
