Valverde bleibt gesperrt – madrids mittelfeldmotor stockt

Das Berufungsgericht hat Federico Valverdes Einspruch abgeschmettert. Der Uruguayer muss die Rote Karte vom Madrider Derby gegen Alex Baena sitzen lassen – und damit auch die Sperre.

Keine neuen beweise, kein erbarmen

Keine neuen beweise, kein erbarmen

Das Gremium fand keine belastbaren Indizien, die das ursprüngliche Urteil kippen könnten. Valverde war nach 75 Minuten wegen einer Grätsche an Baena vom Platz geflogen; das Komitee hält die Entscheidung von Schiedsrichter Munuera Montero für korrekt. Der Klub hatte gehofft, die Strafe aufzuweichen oder ganz aus der Welt zu schaffen – vergeblich.

Für Real Madrid bedeutet das einen personellen Engpass im zentralen Mittelfeld. Mit Kroos, Modric und Camavinga laufen bereits drei Leistungsträger auf Hochtouren; Valverdes Power fehlt nun mindestens ein Spiel lang. Die nächsten Gegner: FC Valencia auswärts und danach die Champions-League-Viertelfinal-Rückkehr. Ein Timing, das Coach Arbeloa ärgert.

Valverde selbst reagierte auf die Nachricht mit demonstrativer Ruhe. In der WhatsApp-Gruppe der Mannschaft postete er ein Foto vom Physio-Raum – Daumen hoch, kein Wort des Protests. Die Kabine weiß: Jede weitergehende Eskalation würde nur zusätzliche Spiele kosten.

Der Verlust des 25-Jährigen wirkt wie ein Zahnrad, das herausgenommen wird: Das Spielgerät läuft weiter, aber mit deutlich sichtbarem Wackeln. Madrid muss nun beweisen, dass der Motor auch ohne Valverde nicht ins Stottern gerät.