Vallecas brennt: rayo muss gegen girona nachlegen, sonst wird’s eng
Der Glanz von Straßburg ist noch warm, doch im Campo de Vallecas zählt nur ein Sieg. Rayo Vallecano empfängt Girona – und Trainer Iñigo Pérez weiß: „Dieses Spiel ist gleichwertig oder sogar wichtiger als das gegen den Estrasburgo.“ Die Drohkulisse des Abstiegs ist Realität, die Luft ist dünn.
Pérez setzt den countdown
Die Spieler hatten einen Tag Ruhe, dann ging’s zurück aufs Feld. „Der Kalender erlaubt kein Schwelgen“, sagt Pérez. Mit einem Dreier könnte Rayo den Klassenerhalt vorzeitig fixieren – ein Ziel, das er als „Titel“ bezeichnet. Die Saison sei „mit Auszeichnung“ zu nennen, doch die Note steht noch nicht fest.
Der Gegner aus Katalonien ist kein Wunschlos. Girona spielt mutig, hat Michel an der Linie, den Pérez aus gemeinsamen Baskenzeiten kennt. Ein persönliches Gespräch nach dem Conference-League-Coup blieb aus. „Morgen reicht die Zeit“, sagt Pérez lakonisch. Er erwartet Lob, aber keine Geschenke.

Ilias fällt aus – muskelbündel gerissen
Der Knüller kommt vom Lazarett: Flügelflitzer Ilias zog sich eine Muskelverletzung zu, seine Final-Teilnahme in Leipzig steht auf der Kippe. Álvaro García erlitt etwas Ähnliches und kam rechtzeitig zurück – Pérez hofft auf dieselbe Heilungskur. „Er sieht die Endspiel-Lichter und kann nicht laufen. Das frisst einen auf.“
Über die eigene Zukunft will der Coach nicht reden. „Meine Entscheidung ist gefällt, durchdacht, steht fest.“ Ob ein Europapokal-Sieg sie beeinflusst? „Ich bewege mich nicht in diesen Parametern.“ Die Botschaft: Erst Liga sicher, dann Gespräche. Alles andere ist Nebensache.
90 Minuten trennen Rayo vom rechnerischen Klassenerhalt. Die Kurve wird kochen, die Spieler müren sich in den Kampf. Verliert Vallecano, rückt die Abstiegszone wieder heran. Gewinnt das Team, darf Pérez endlich durchatmen – und die Saison wirklich mit „Auszeichnung“ versehen. Die Rechnung ist simpel: Sieg oder Spannung bis zum Umfallen.
