Valencia zwingt corberán zum showdown: 10 spieler sollen gehen
Der Sommer wird brutal. Valencia CF drückt Carlos Corberán die Pistole auf die Brust: bis spätestens Montag will der Klub die Liste der Abgänge auf dem Tisch haben. Keine Ausreden, keine Verlängerung. Die sportliche Leitung hat dem Coach vor Wochen schon die Marschrichtung diktiert – zehn Profis sollen den Verein verlassen, um die Saison-Blamage 2025/26 nie wieder passieren zu lassen.
Die tabelle lügt nicht – und valencia weiß es
Platz 14 klingt nach Mittelmaß, doch 37 Spieltage lang schraubte sich der Klub durch die Abstiegszone, nur am letzten Tag schob sich ein Hauch Europaplatz-Rauch in die Nachrichten. Die Zahlen sind unerbittlich: nur 41 Tore, drei Mal in Folge ohne Auswärtssieg, elf Niederlagen nach Rückstandspausen. Corberán und seine Spieler tragen beide das Etikett „Verantwortlich“, doch der Klub investiert weiterhin in den Trainer – und verlangt Gegenleistung in Form einer radikalen Kaderkur.

Die blacklist steht schon – und sie ist lang
Saravia, Unai Núñez, Ramazani, Aguirrezabala – alle Leihgänge fliegen raus. Keine Verhandlung, kein „Vielleicht“. Das Sportressort um Direktor Miguel Ángel Corona hat intern eine Liste mit mindestens zehn fest verpflichteten Profis erstellt, die man „nicht mehr auf dem Zettel“ sehen will. Darunter auch Namen, die bislang als „unantastbar“ galten. Ob der Markt sie nimmt, wird sich zeigen. Der Plan: Luft für mindestens sechs Neuzugänge, Budget liegt bei rund 28 Millionen Euro plus möglichen Verkäufen.

Guido rodríguez bleibt die letzte baustelle
Argentiniens Sechser gilt als einziger Leihspieler, den man fest verpflichten will. Doch die Gehaltsvorstellungen liegen aktuell 1,8 Mio. Euro auseinander. Rodríguez will vor einer Zusage wissen, wie Valencia die sportliche Zukunft gestaltet. Seine Berater haben parallel Kontakt zu Betis und zwei italienischen Klubs. Bleibt Valencia nur als Notlösung übrig, könnte der Deal platzen. Neue Verhandlungsrunden laufen diese Woche – ein letzter Versuch, bevor der Klub umdisponiert.
Valencia hat die Uhr gestellt. Wenn Corberán bis Montag keine klaren Kursmarkierungen liefert, wird der Klub die Reißleine ziehen – und der Trainer wäre plötzlich Teil der großen Löschanlage. Die nächsten 96 Stunden entscheiden über Gesichter und Millionenbudget. Der Sommer wird ehrlich.
