Carrs letzter wurf verpufft: würzburg scheitert an bonn!
Die Hoffnung starb zuletzt – und bitter. Die Würzburg Baskets sind in der Entscheidungspartie des Play-off-Viertelfinals gegen die Telekom Baskets Bonn mit 63:66 untergegangen. Ein knappes Ergebnis, das am Ende eine enttäuschende Saison beendet. Die Fans im Telekom Dome und die zahlreichen mitgereisten Würzburger Anhänger sahen ein intensives, nervenaufreibendes Spiel, das letztlich nicht für die Filipovski-Sieben endete.

Starke erste halbzeit, dann der einbruch
Die Partie begann für die Baskets vielversprechend. Eine effektive Drei-Punkte-Wurfquote, vor allem durch Davion Mintz, Jonathan Stove und Marcus Carr, sorgte für einen Vorsprung nach dem ersten Viertel (19:15). Die Würzburger setzten ihren Kurs fort, während Bonn lange Zeit Schwierigkeiten hatte, in der Offensive Fuß zu fassen. Die Halbzeitpause wurde mit einem komfortablen Zwischenstand von 30:22 erreicht. Doch was dann folgte, war ein deutlicher Einbruch.
Im dritten Viertel übernahm Bonn die Kontrolle. Die Defensive der Würzburger wirkte anfällig, Ballverluste häuften sich, und der Korb der Bonner öffnete sich plötzlich. Mit einem 27:14-Viertelergebnis drehten die Gastgeber das Spiel und gingen mit 47:44 in Führung. Ein Wendepunkt, der die Würzburger schwer zu bewältigen war.
Die Crunchtime: Dramatik bis zur letzten Sekunde
Die letzte Spielminute war ein nervenzerreißender Krimi. Würzburg kämpfte verbissen, schaffte es immer wieder, den Rückstand zu verkürzen, doch Bonn hielt stand. Ein Dreier von Alen Pjanic gab den Würzburgern kurzzeitig Hoffnung, doch die Bonner antworteten umgehend. In den Schlusssekunden vergab Marcus Carr den vermeintlichen Siegwurf, und ein taktisches Foul brachte Bonn zwei Freiwürfe. Der zweite traf, und der Jubel auf Bonner Seite konnte beginnen.
Die Wurfquote von nur 32 Prozent spricht Bände über die offensive Leistung der Würzburger. Es war ein Spiel, das hätte gewonnen werden können – hätte die Treffsicherheit gestimmt. Doch am Ende blieb ein bitteres Ausscheiden und die Erkenntnis, dass es in der BBL nur wenige einfache Siege gibt.
Die Niederlage wirft nun Fragen auf. Wie geht es für die Würzburg Baskets in der kommenden Saison weiter? Sasa Filipovski steht vor der Aufgabe, das Team neu zu formieren und die Leistungsschwankungen zu minimieren. Ein Umbruch könnte notwendig sein, um in der nächsten Spielzeit wieder erfolgreicher zu sein.
