Vaduz streicht akinola: aufstiegsheld soll trotz torbeteiligung gehen
Der FC Vaduz schafft sich vor dem möglichen Super-League-Sprung einen Stürmer vom Hals: Ayo Akinola fliegt nach nur einem Jahr wieder raus. Die Verantwortlichen um Trainer Martin Andermatt signalisieren intern, dass sie den 26-jährigen Kanadier nicht mehr ins Konzept einbauen – ungeachtet seiner drei Tore und zwei Vorlagen in 16 Partien.
Winter-deal platzte – jetzt droht ablösefrei-aus
Der 1,80-Meter-Knipser war im Sommer 2023 als vermeintliche Verstärkung vom FC Wil gekommen, doch schon im Januar suchte die Klubführung nach einem Abnehmer. Gefordert: 100 000 Schweizer Franken. Gezahlt: niemand. Selbst US-Klubs lehnten ab, die Liga blieb kalt. Jetzt tickt die Uhr. Im Juni läuft der Einjahresvertrag aus, Vaduz droht, auf der ganzen Linie leer auszugehen.
Die Rechnung ist schnell gemacht: Für 0 Euro Ablöse kann Akinola wechseln, und der erste Interessent steht bereits parat. Laut 4-4-2.ch hat Neuchâtel Xamax den Vorstoß gemacht. Für den Abstiegskandidaten der Challenge League wäre ein ablösefreier Goalgetter ein echtes Schnäppchen – und für Vaduz ein Gesichtsverlust.

Signalwirkung in der kabine
Die Personalie schickt ein klares Signal an den Kader: Wer nicht liefert, fliegt – selbst wenn der Aufstieg Realität wird. Denn Vaduz und der FC Aarau gehen punktgleich in die entscheidende Phase, die Meisterschaft ist offener als seit Jahren. Die sportliche Leitung will vor der heißen Phase keine Hemmschwelle im Gehaltsgefüge, keine Fragezeichen in der Startelf.
Akinola selbst trainiert weiter, lächelt für Fotos, sagt nichts. Aber seine Zahlen sprechen eine andere Sprache als die Entscheidung oben. Drei Tore, zwei Assists – kein Beinbruch, aber auch keine Bombe. In einer Liga, in der jedes Tor zählt, ist das zu wenig für eine neue Super-League-Chance. Der Stürmer wird wohl schon bald einen neuen Flug buchen – Richtung Westschweiz und damit weg vom Fürstentum, das ihn nie richtig wollte.
