Uscin zu psg? hens fordert klarheit über bundesliga-zukunft
Ein Wechsel, der für Aufsehen sorgt: Renars Uscins, Leistungsträger der TSV Hannover-Burgdorf, könnte bereits im Sommer 2027 die Bundesliga verlassen und in die französische Hauptstadt wechseln. Paris Saint-Germain buhlt dem Vernehmen nach um den Rückraum-Rechten – doch was denkt Handball-Legende Pascal Hens über diesen möglichen Schritt?

Die frage nach der priorität: bundesliga oder ausland?
Uscins’ Vertrag in Hannover läuft 2027 aus, und der Gedanke an ein Abenteuer im Ausland gewinnt an Fahrt. Aber Hens, der selbst als Weltmeister glänzte, mahnt zur Vorsicht und betont die Notwendigkeit, einige Fragen zu klären. „Will er auch mal ins Ausland oder will er lieber in Deutschland bleiben, in der stärksten Liga der Welt, in der Bundesliga? Wie geht es ihm gesundheitlich?“, fragt Hens rhetorisch im Gespräch mit handball-world. Diese Aspekte sind entscheidend für die Entscheidung des 24-Jährigen.
Ein Wechsel nach Paris könnte für Uscins verlockend sein, nicht zuletzt wegen der Attraktivität der Stadt und der Rolle von PSG als Serienmeister in Frankreich. „Paris ist eine geile Stadt. Paris ist der Abomeister in Frankreich. Da gibt es aber auch ein paar interessante Duelle mit Montpellier und Nantes. Die Liga kann schon was“, so Hens, der den Reiz eines solchen Wechsels durchaus anerkennt. Doch er weist auch auf die hohe Belastung hin, der Uscins in den letzten Jahren ausgesetzt war.
Hens’ Wunsch wäre es allerdings, den talentierten Nationalspieler weiterhin in der Bundesliga zu sehen. „Im ersten Karussell, wo man ja nicht genau weiß, wie sich alles in der Bundesliga dreht, hätte ich gedacht, dass er vielleicht am Ende auch beim THW Kiel landen wird, wo ja auch Justus Fischer und Julian Köster hingehen und wo sie gerade wirklich was Neues aufbauen. Das wäre vielleicht auch interessant für ihn“, erklärt Hens. Ein Engagement in Kiel könnte Uscins’ Karriere einen weiteren Schub verleihen und ihm die Möglichkeit bieten, sich in einem ambitionierten Umfeld zu beweisen.
Die Entscheidung liegt letztendlich bei Uscins selbst. Ob er den Weg ins Ausland wählt oder in der Bundesliga bleibt, wird zeigen, welchen Wert er auf sportliche Herausforderungen, finanzielle Aspekte und persönliche Entwicklung legt. Eines ist jedoch sicher: Der deutsche Handball verliert bei einem Abgang Uscins einen seiner größten Talente.
