Wolfsberg in der krise: silberberger schimpft nach neuer nullnummer!
Wolfsberg – Alarmglocken schrillen beim Wolfsberger AC! Nach zwei torlosen Remis unter dem neuen Coach Thomas Silberberger sind die Fans ratlos. Die Trendwende bleibt aus, und die Angst vor dem Abstieg in die zweite Liga wird immer realer. Ein Jahr nach dem überraschenden Cup-Sieg und der knappen Verfehlung des Meistertitels droht nun das bittere Ende einer 14-jährigen Oberhaus-Ära.
Die chancenverwertung – ein desaster?
Die Qualifikationsgruppe der Bundesliga präsentiert ein tristes Bild für die Kärntner. Drei Unentschieden stehen für den WAC zu Buche, während Blau-Weiß Linz mit dem schmeichelhaften 0:0 in Wolfsberg zumindest den siebten Punkt erreichte. Die WSG Tirol konnte sich nach einem 0:2-Rückstand gegen Altach noch ein 2:2-Unentschieden erkämpfen – ein Zeichen von Kampfgeist, das in Wolfsberg aktuell fehlt. Auch GAK und Ried hatten am Freitag ihre Punkte geteilt.
Blau-Weiß Linz verpasste es, die rote Laterne an den Mann zu geben, obwohl sie über weite Teile des Spiels die bessere Mannschaft waren. Torhüter Nikolas Polster vereitelte jedoch immer wieder die Angriffe der Oberösterreicher. „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gezeigt, uns aber nicht belohnt“, kommentierte Trainer Michael Köllner nach dem Spiel. „Jetzt wollen wir zuhause den Dreier holen.“

Silberbergers wut: „ich werde mir spieler zur brust holen!“
Die Stimmung im WAC-Lager ist alles andere als gut. Silberberger ließ seiner Frustration freien Lauf: „Ich bin zehn Tage hier, und es gibt verdammt viel zu tun. Wir haben uns das anders vorgestellt. Ich werde mir Spieler zur Brust holen, denn außer Nik Polster war da heute wenig intakt.“ Seine Worte sind ein deutliches Signal an die Mannschaft: Es muss sich etwas ändern, und zwar schleunigst. Der neue Trainer fordert „giftige, galligere Spieler“, um die Offensive zu beleben.
Die Spieler selbst sind sich der prekären Lage bewusst. Simon Piesinger betonte: „Jeder weiß, dass wir anfangen müssen zu gewinnen, sonst wird es schwierig. Das untere Play-off ist ein Kampf.“ Die Hoffnung ruht nun auf den Rückspielen am Dienstag, wo der WAC die Chance hat, sich zu rehabilitieren.

Tirol kämpft sich zurück – altach verpasst chance
In Innsbruck präsentierte sich die WSG Tirol kämpferisch. Nach einem frühen Treffer von Sandro Ingolitsch und einem weiteren von Yann Massombo schien Altach früh die Kontrolle zu haben. Doch ein Lattenschuss von Patrick Greil und die insgesamt passive zweite Halbzeit ließen Punkte liegen. „Wir hätten den Sack eigentlich schon machen müssen“, bedauerte Altach-Goalie Dejan Stojanovic. Die WSG konnte dank eines Last-Minute-Tors von Lukas Hinterseer einen wichtigen Punkt einfahren und den Abstand zu Blau-Weiß weiter vergrößern.
Die Qualifikationsgruppe ist weiterhin eng, und jeder Punkt ist entscheidend. Für den WAC geht es nun darum, die Negativspirale zu durchbrechen und den Abstiegskampf zu gewinnen. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Silberberger es schafft, die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Die Zeit drängt.
