Skispringen statt tennis: wwm-kandidat rätselt über prevc-doppelpack
82 Prozent der Zuschauer im Studio wussten es, der Kandidat selbst hatte keine Ahnung: Bei „Wer wird Millionär?“ ging es um 8.000 Euro und eine Familiendynastie, die gerade die Skisprung-Geschichte umschrieb.

Zwei brüder, ein ziel, ein joker
Christian Evangelou saß am Montagabend auf dem Hotseat, Günther Jauch las ihm die Frage für die vierstellige Gewinnstufe vor. Kern: „Als Gewinner welchen Sportereignisses triumphierte im Januar der Bruder des Siegers von vor genau 10 Jahren?“ Die Antwortmöglichkeiten: Darts-WM, Vierschanzentournee, New-York-Marathon, Australian Open. Evangelou war sich schnell sicher, dass es weder bei den Pfeilen noch auf der Tennisanlage läuft. Die Namen „Zverev“ flimmerten nur kurz durch seinen Kopf, dann blieb die Unsicherheit beim Skispringen hängen. Die Jury-Statistik rettete ihn: 82 Prozent tippten auf die Tournee. Recht hatten sie.
Peter Prevc gewann die Vierschanzentournee 2016, sein jüngerer Bruder Domen schaffte das Kunststück exakt zehn Jahre später. Noch nie zuvor hatten zwei Geschwister diese Serie für sich entschieden. Die Slowenen liefern sich seit Jahren ein Duell auf der Schanze, das sich wie ein Drehbuch liest: älterer Superstar legt den Grundstein, jüngerer Protagonist vollendet den Kreislauf.
Evangelou logierte sich mit dem Publikumsjoker durch, später auch noch über die 16.000-Euro-Hürde. Mit 32.000 Euro verließ er den Kölner Sender, ein Vielfaches dessen, was er je auf einem Tennis- oder Skisprung-Tickets gesetzt hätte. Die Moral von der Geschicht’: Wer die Prevc-Brüder nicht auf dem Schirm hat, braucht entweder 500 Zuschauer oder einen blitzschnellen Daumen auf Google. Oder einfach Glück.
