Milano 1967 kocht: falsche schwangerschaft, vietnam-protest und ein gift-skandal
Il Paradiso delle Signore startet am Montag, 30. März, um 16.10 Uhr auf Rai 1 in die zehnte Staffel – und die italienische Nachmittagssoap wirbelt die Emotionen wieder durcheinander. Marina muss ihrem Mann Matteo gestehen, dass ihre Schwangerschaft ein Irrtum war. Die Lüge zerreißt das Paar, bevor das Kind überhaupt hätte kommen können.

Johnny liegt blutend auf der straße – und drei frauen rennen ihm nach
Der Anti-Kriegs-Demo in Mailand wird zur Falle. Johnny will eigentlich nur Irene vergessen, die in wenigen Tagen einen anderen heiratet. Dann knallt eine Polizeikugel, und er sinkt neben den Transparenten gegen den Vietnam-Krieg in die Straßen von Milano. Zur Unfallstelle eilen Irene, Delia und Barbara – jede mit einem anderen Geheimnis im Gepäck.
Umberto Guarnieri kämpft unterdessen um den Ruf der GMM. Ein Plakat an der Fassade zeigt seinen Konterfei und wirft ihm vor, verseuchtes Bauland vertickt zu haben. Die Serie spult die Sechzigerjahre so schnell ab, dass die Zuschauer kaum Luft holen können.
Die neue Staffel setzt auf Schnelligkeit statt Sentimentalität. Montag bis Freitag, fünf Folgen, keine Wiederholung, kein Netz. Die Produktion dreht weiterhin in historischen Palazzi der Lombardei – Kamerateams stießen dabei sogar auf vergessene Original-Möbel aus dem Jahr 1967, die nun als Requisiten dienen.
Die Zahlen: 1.600 Drehtage, 180 Kostümbauer, 2,3 Millionen Zuschauer am Vormittag – das ist mehr als manche Prime-Time-Sendung in Italien liefert. Die Werbefachabteilung von Rai 1 verkauft die 30-Sekünder-Spots in der Reihe mittlerweile für 65.000 Euro, ein Plus von 18 Prozent gegenüber der Vorjahresstaffel.
Die nächsten fünf Folgen laufen vom 30. März bis 3. April. Drehbuchautorin Daniela Borsese verspricht „einen Kuss im Regen, einen Rücktritt und ein Geständnis, das keiner kommen sieht“. Wer jetzt einsteigt, braucht keine Vorgeschichte – die Serie erklärt sich durch Schicksalsschläge selbst.
Der Nachmittag ist zurück im Fernsehen. Und er ist so bunt wie die Mini-Röcke, die in Mailand gerade in die Läden hängen.
