Eishockey-saison 2025/26: dramen, überraschungen und ein märchenende!

Die Schweizer Eishockey-Liga hat in der Saison 2025/26 für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Von unerwarteten Playoff-Ausfällen bis hin zu einem historischen Meistertitel – die Liga präsentierte ein Spektrum an Emotionen, das selbst gestandene Eishockey-Fans in Atem hielt. Ein Blick zurück auf eine Saison voller Höhen und Tiefen, die von Adieu bis Youngster reicht.

Julien sprungers abschied und das fribourg-wunder

Die Karriere von Julien Sprunger, einer Legende der National League, endete in diesem Jahr auf absolut märchenhafte Weise. 1186 Spiele, unzählige Erinnerungen und nun endlich der Meistertitel mit Fribourg-Gottéron. Ein würdiger Abschied für den Mann, der als "Monsieur Gotteron" in die Herzen der Fans marschierte. "Das verdient den grössten Respekt", kommentierte Scherwey treffend Sprungers Leistung.

Und dieser Triumph war mehr als nur ein Titel für Fribourg. Es war der erste Meistertitel in der Vereinsgeschichte! Nach fünf Anläufen gelang es den Saanestädtern endlich, den Playoff-Final für sich zu entscheiden und eine ganze Stadt in Ekstase zu versetzen. Die Fribourger feiern – und das zu Recht!

Bern im tal, rapperswil überrascht

Bern im tal, rapperswil überrascht

Während in Fribourg die Meisterparty tobt, müssen die Fans von Bern eine bittere Pille schlucken. SC Bern, SCL Tigers und EHC Biel verpassten die Playoffs – ein Novum seit der Saison 2013/14. Die Seeländer scheiterten letztendlich an den Rapperswil-Jona Lakers, die mit einer beeindruckenden Leistung lange in den Top 6 mithielten und dem Fribourg-Gottéron gehörig einheizten. Die Lakers zeigten, dass in der National League auch vermeintlich kleinere Vereine für Furore sorgen können.

Doch es gab auch andere Überraschungen. Die Swiss League bleibt ein Problemfall, denn erneut konnte kein Team den Aufstieg realisieren. Die Liga qualifiziert sich nicht für die National League, die Schere geht immer weiter auseinander.

Von choreos bis zu trainerwechseln

Von choreos bis zu trainerwechseln

Die Fans der National League sorgten auch in dieser Saison für eine beeindruckende Atmosphäre. Die Choreos waren spektakulär und zeigten, wie leidenschaftlich die Fans hinter ihren Teams stehen. Doch nicht nur auf dem Eis gab es Aufreger. Beim HC Ambri-Piotta kam es zu einem dramatischen Vorfall, der den Rücktritt von Trainer Luca Cereda und Sportchef Paolo Duca zur Folge hatte. Ein unrühmliches Ende einer Ära in Ambri.

Auch auf den Trainerbänken gab es viele Veränderungen. Nur sechs der 14 Teams der National League setzen in der Saison 2026/27 auf ihre bewährten Trainer. Das zeigt, dass der Druck in der Liga enorm ist und Trainer ständig unter Beweis stellen müssen, dass sie das Zeug dazu haben.

Granlunds endspurt, berra und aeschlimann halten stand

Granlunds endspurt, berra und aeschlimann halten stand

Das Rennen um den Titel des Ligatopscorers war bis zur letzten Runde spannend. Markus Granlund nutzte seine Chance im entscheidenden Spiel gegen Ajoie und zog am Tschechen Matej Stransky vorbei. Ein dramatischer Moment, der den Beweis dafür lieferte, dass es im Eishockey bis zum Schluss spannend bleiben kann.

In den Playoffs brillierten die Torhüter Reto Berra und Sandro Aeschlimann mit Glanzleistungen. Sie hielten ihre Teams mehrfach im Spiel und zeigten, dass sie zu Recht zu den besten Goalies der Liga gehören. Berra feierte schliesslich den Meistertitel, doch das Duell zwischen den beiden war auf einem unglaublichen Niveau.

Die Saison 2025/26 war eine Saison voller Überraschungen, Dramen und einem historischen Meistertitel. Die Liga präsentierte sich von ihrer besten Seite und sorgte für unvergessliche Momente. Und während einige Spieler ihre Karriere beenden, blicken wir gespannt auf die nächste Saison und die neuen Herausforderungen, die sie mit sich bringen wird. Die Zukunft des Schweizer Eishockeys sieht rosig aus – vor allem dank der jungen Spieler, die immer mehr Eiszeit bekommen und den Weg für eine neue Generation von Stars ebnen.