Guerrieri jagt verschwundene manuela: neuer fall startet heute mit 3,9 mio. zuschauern

Kurz nach der besten Quotennacht des Jahrenanfangs legt Rai 1 nach: Alessandro Gassmann kehrt heute als Bari-Anwalt Guido Guerrieri zurück – und diesmal steht die mysteriöse Verschwindung der 20-jährigen Manuela im Mittelpunkt. Die zweite Folge von „Guerrieri – La regola dell’equilibrio“ lockt ab 21.30 Uhr, nachdem die Premiere bereits 3,9 Millionen Italiener vor die Bildschirme zog und mit 22,7 % Marktanteil die Konkurrenz wegfegte.

Der fall manuela: eine party als letzte spur

Die Handlung greift lose auf Carofiglios Bestseller „Ragionevoli dubbi“ zurück. Nach einer rauschenden Studentenparty in Bari verliert sich Manuela spurlos. Keine Zeugin, keine DNA, nur ein Handy, das nie wieder eingeschaltet wurde. Guerrieri übernimmt den Auftrag der verzweifelten Eltern – und stößt dabei auf ein Netz aus Lügen, das bis in die obersten Kreise der Apulien-Justiz reicht.

Regisseur Francesco Miccichè setzt dabei auf ein filmisches Bari bei Nacht: Gassen, die nach Gewalt riechen, und Boxkeller, in denen Guerrieri selbst nach Trainingsschlägen Seelenstau ablädt. Die Kamera folgt dem Anwalt nicht nur in Gerichtssäle, sondern auch auf seine abendlichen Laufrouten entlang des Lungomare – ein Bild für die Suche nach seinem eigenen, brüchigen Gleichgewicht.

Gassmann: „melancholie ist mein turbo“

Gassmann: „melancholie ist mein turbo“

„Ich spiele keinen Helden, sondern einen Profi mit Rissen“, sagt Gassmann im Gespräch mit TSV Pelkum Sportwelt. „Guerrieri boxt, weil er Angst hat. Und er nimmt Fälle an, weil er hofft, dass die Wahrheit ihn selbst heilt.“ Das schlug sich in der ersten Episode nieder: 22,7 % Share – die beste Zahl für Rai 1 seit dem Nations-League-Aus der Squadra Azzurra.

Zuschauer erwarten heute eine 90-Minuten-Einheit ohne Schnellvorlauf. Drei Verhandlungstage, zwei Zeugenbrüche, ein Geständnis in der letzten Minute – und dazwischen ein Ehegespräch, das so wehtut wie ein Body-Shot gegen die Leber. Produzent Angelo Barbagallo verspricht: „Wir schneiden nichts raus. Wer den Atem anhält, verpasst die Pointe.“

Digitale Zweitverwertung: Parallel zur Linearausstrahlung landet die Folge um 0.00 Uhr auf RaiPlay, bereits mit Hintergrund-Podcast und Original-Bari-Stadtplan, auf dem jede verschwundene Ecke markiert ist. Interne Daten zufolge lag die Vorab-Abrufquote nach 24 Stunden bei 340 000 Streams – ein Wert, den sonst nur Champions-League-Zusammenfassungen knacken.

Die Fan-Community wächst: Die Facebook-Gruppe „Tifosi di Guerrieri“ verzeichnet seit der Premiere 12 000 neue Mitglieder. Dort wird nicht nur über Alibis diskutiert, sondern auch über Gucci-Anzüge und Sparrings-Techniken. Selbst Toto Wolff, Mercedes-Motorsportchef und leidenschaftlicher Serienjunkie, postete gestern ein Foto seines Fernsehschalters mit dem Kommentar: „Kimi Antonelli ruft mich ‚Figlio mio‘ – Guerrieri ruft mich ‚Maestro di suspense‘.“

Die Botschaft ist klar: Wer heute Abend um 21.31 Uhr wegschaltet, riskiert, bis Freitag im Büro spoilergeschädigt zu werden. Denn Rai 1 setzt bereits Staffel zwei ins Rennen – und der Senderchef hat intern angekündigt, jeden neuen Fall innerhalb von 48 Stunden nach Drehschluss auf Sendung zu bringen, um Netflix & Co. keine Atempause zu gönnen. Sportwelt-Redakteur Klaus Schäfer kommentiert knapp: „Das ist keine Serie mehr, das ist ein Trainingscamp für Nerven. Und die Quote sprintet wie ein Boxer in der zwölften Runde – gerade noch hoch, aber mit K.o.-Potenzial.“