Bvb trennt sich von julian brandt – ricken spricht klartext

Es ist ein Sommer wie kein anderer für Borussia Dortmund. Nach dem Triumph in der Champions League folgt der nächste Paukenschlag: Julian Brandt verlässt den Klub nach sieben Jahren. Lars Ricken bestätigte die Trennung unmittelbar nach dem 2:1 in Köln – und ließ keinen Zweifel daran, dass diese Entscheidung auf Gegenseitigkeit beruht.

Kein neuer vertrag, keine tränen

„Es hat ja schon ein paar Berichte gegeben“, sagte der Geschäftsführer Sport mit ruhiger Stimme, während die Kölner Arena noch nachhallte. „Wir waren uns einig, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird.“ Eine Ansage, die für viele überraschend kommt, schließlich war Brandt zuletzt wieder in Form. Doch hinter den Kulissen war längst klar: Der Kreis schließt sich.

Brandt, bald 30, war nie der Spieler fürs große Finale. Er war der Künstler, der mal zauberte, mal versank. In dieser Saison lieferte er 12 Vorlagen, traf dreimal selbst – Zahlen, die Ricken lobend erwähnte: „Ich habe seine Quote geliebt.“ Doch Zahlen allein reichen nicht, wenn der Vereig sich neu erfindet.

Ein abschied mit stil – und strategie

Ein abschied mit stil – und strategie

Ricken betonte die Wertschätzung, die trotz aller internen Kritik bestehen blieb. „Er hat sieben Jahre bei uns gespielt. Wir können nur Dankbarkeit für ihn haben.“ Doch der BVB blickt nach vorn. Neue Profile, neue Geschwindigkeit. Brandt war ein Stück der alten Dortmunder Seele – doch diese Seele wird gerade neu gemeißelt.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der der Vereig sich selbst neu definiert. Nach dem Pokalsieg, vor dem möglichen Double, und mitten in der Planung für die neue Saison. Brandt wird gehen – ohne Drama, ohne Bühnen-Abgang. „Für beide Seiten eine Chance“, sagt Ricken. Und das klingt nicht nach Ende, sondern nach Aufbruch.

Brandt wird den BVB verlassen – aber nicht ohne Spuren. Und der BVB wird weitermachen – ohne Sentimentalitäten.