Union berlin rettet punkt gegen frankfurt – elfmeter-debakel wirft fragen auf
Last-minute-ausgleich sorgt für gesprächsstoff
Berlin – Der 1. FC Union Berlin hat am Freitagabend ein Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt erkämpft. Ein Elfmeter von Leopold Querfeld in der 87. Minute rettete noch einen Punkt für die Eisernen. Doch die Art und Weise des Tors, und die anschließende Kritik, sorgen für Gesprächsstoff. Der Ausgleichstreffer war alles andere als ein Paradebeispiel für einen Elfmeter, wie sowohl Horst Heldt als auch Steffen Baumgart deutlich machten.

Heldt kritisiert schwache schusstechnik
"Der kann den normalerweise auch mit 200 km/h schießen," kommentierte Union-Geschäftsführer Horst Heldt die Szene nach dem Spiel. Tatsächlich schien der Schuss von Querfeld eher mit rund 20 km/h aufs Tor zu rollen und rutschte dem Frankfurter Torwart unter den Armen hindurch. Heldt fügte hinzu: „So kann man einen Elfmeter nicht schießen. Zum Glück ist er reingegangen, aber das ist mir zu läpsch.“ Die Diskussion fand dabei ungewöhnlich offen vor laufenden Kameras statt.

Querfeld kontert heldt
Leopold Querfeld selbst verteidigte sich und merkte an, er wisse nicht, ob Horst Heldt jemals selbst Elfmeter geschossen habe. Eine Antwort von Heldt blieb aus, da dieser zum Zeitpunkt der Aussage nicht mehr anwesend war. Es ist jedoch anzunehmen, dass Heldt selbst in seiner aktiven Karriere schon präzisere Elfmeter verwandelt hat.

Baumgart fordert mehr überzeugung
Auch Trainer Steffen Baumgart sah die Ausführung kritisch: „Das nächste Mal versuche ich wieder, ihn sicherer zu schießen.“ Für ihn zähle letztendlich nur das Ergebnis, aber er forderte Querfeld auf, künftig mehr Überzeugung und Wucht in seine Schüsse zu legen. Er betonte, dass das Ausgucken des Torwarts, wie Querfeld es versuchte, nicht zu seinem Spielstil passe.

Glück im unglück für union berlin
Trotz der Kritik räumte Baumgart ein, dass der Punktgewinn ein “kleiner Erfolg” sei. „Wir haben einen Punkt mehr als gestern,“ sagte er realistisch. Auch Heldt bezeichnete das 1:1 als ein gerechtes Ergebnis. Das Ergebnis katapultiert Union weiterhin ins Tabellenmittelfeld, mit komfortablem Abstand zu den Abstiegsplätzen und gleichzeitig nicht zu weit entfernt von den europäischen Wettbewerben.
Nächster gegner: hsv wartet
Für Union Berlin geht es am kommenden Samstag (15:30 Uhr) beim Hamburger SV weiter. Dort wird sich zeigen, ob Leopold Querfeld erneut die Chance erhält, einen Elfmeter zu schießen. Sollte er erneut so schwach schießen, wie gegen Frankfurt, könnte seine Chance schnell vertan sein, wie Steffen Baumgart deutlich ankündigte.
| Spiel | Ergebnis |
|---|---|
| 1. FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt | 1 : 1 |
