Union berlin: ex-bremerin eta hält männer-mannschaft in schach

Berlin brodelt! Marie-Louise Eta, die ehemalige Werder-Spielerin, hat mit ihrer überraschenden Interimstätigkeit als Cheftrainerin von Union Berlin die Fußballwelt in Aufruhr versetzt. Die erste Frau in der Bundesliga – ein Novum, das die alten Strukturen des Männerfußballs auf die Probe stellt. Und sie scheint sich nicht lumpen zu lassen.

Die frage aller fragen: kann eta den abstiegskampf gewinnen?

Die frage aller fragen: kann eta den abstiegskampf gewinnen?

Die Erwartungen sind immens, doch die 34-Jährige scheint den Druck kaum zu spüren. Bei ihrer ersten Trainingseinheit am Dienstag wurde sie von einem Heer von Journalisten belagert, doch Eta strahlte eine beeindruckende Ruhe aus. „Sie ist Trainerin durch und durch“, schwärmt Friederike Kromp, Werders Fußball-Trainerin, die Eta gut kennt. „Sie lebt Tag und Nacht für den Fußball.“

Die Hasskommentare in den sozialen Medien, die seit ihrer Verpflichtung übers Netz flogen, prallten an Eta ab. Ein Zeichen dafür, dass der Kampf gegen sexistische Vorurteile im Fußball noch lange nicht gewonnen ist. Aber Eta lässt sich nicht entmutigen. Sie konzentriert sich auf das Wesentliche: die Vorbereitung auf das entscheidende Spiel gegen den VfL Wolfsburg.

Ein Blick zurück: Eta kehrte im Sommer 2023 als Co-Trainerin nach Berlin zurück und trug maßgeblich dazu bei, dass Union den Klassenerhalt sicherstellte. Nun soll sie diesen Erfolg wiederholen – und vielleicht sogar noch mehr erreichen.

Die Verpflichtung ist vertraglich bis zum Ende der Saison festgelegt. Doch laut Sportchef Horst Heldt sind weitere Gespräche denkbar. „Wenn sie sich gut schlägt, wird sie Werbung in eigener Sache machen“, so Heldt. Und Kromp ist sich sicher: „Ich habe keinen Zweifel daran, dass Marie-Louise dieser besonderen Situation gewachsen ist.“

Die gesamte Fußballwelt wird Eta genau auf die Finger schauen. Kann sie die Männer-Mannschaft führen und Union Berlin vor dem Abgrund bewahren? Die Antwort wird auf dem Platz gegeben. Und sie wird zeigen, ob der Fußball bereit ist für eine Frau an der Spitze.