Undav rettet den traum: deutschland bezwingt elfenbeinküste!

Toronto bebte, als Deniz Undav in den letzten Minuten den Sieg für die deutsche Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste sicherstellte. Ein 2:1, das mehr als nur drei Punkte bedeutet: Es ist der nächste Schritt Richtung K.o.-Runde und ein Zeichen für die neu erwachte Hoffnung um das Sommermärchen 2026.

Ein spiel voller kampf und nervenkitzel

Ein spiel voller kampf und nervenkitzel

Die Partie war geprägt von Zweikämpfen auf höchstem Niveau und raschen Umschaltmomenten. Nach einem frühen Rückstand durch Franck Kessié (30.) entwickelte sich ein intensives Ringen um die Vorherrschaft, das die Fans im Stadion begeisterte. Doch die deutsche Mannschaft fand lange nicht zu ihrem Spiel, geriet ins Schwimmen und hatte Glück, dass Manuel Neuer, der gegen Curacao noch wenig zu tun hatte, nun seinen 21. WM-Einsatz als Rekordtorwart feierte, allerdings auch einmal hinter sich greifen musste.

Ein weiterer Dämpfer: Nico Schlotterbeck musste zur Pause angeschlagen vom Platz, was die Abwehrreihe vor eine zusätzliche Herausforderung stellte. Julian Nagelsmann reagierte mit einem Dreifachwechsel in der 60. Minute – und das war der Weckruf für die DFB-Elf.

Undav, der Joker: Wie einst Neuville in den goldenen Zeiten des deutschen Fußballs, bewies Deniz Undav seine unglaubliche Torinstinkt. Zunächst glich er per Kopf nach einer perfekten Flanke von Nadiem Amiri (68.) aus, der übrigens in Toronto familiär unterstützt wurde. Dann, in der Nachspielzeit (90.+4), markierte er den Siegtreffer nach Vorarbeit von Felix Nmecha. Ein Doppelschlag, der die Fans in Ekstase versetzte und den elften Sieg in Serie feierte.

Die Elfenbeinküste bot einen erstaunlichen Widerstand und nutzte die deutsche anfängliche Unsicherheit, um selbst gefährlich zu werden. Yan Diomande, der pfeilschnelle Leipziger, sorgte immer wieder für Kopfschmerzen bei Joshua Kimmich, der von Nagelsmann zwar als Schlüsselspieler im Kampf gegen den Teenager gehandelt wurde, doch letztlich überfordert wirkte. Auch Havertz' Treffer wurde wegen eines Foulspiels von Musiala annulliert, was die deutsche Frustration noch verstärkte.

Es bleibt spannend: Am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) geht es gegen Ecuador im Endstadion von East Rutherford. Doch nach diesem hart erkämpften Sieg und dem vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde kann das DFB-Team gelassen in die letzte Hürde blicken. Der Traum vom Finale am 19. Juli in New York bleibt am Leben.