Unai simón zieht courtois & co. den stecker: joan garcía ist liga-torwart nummer zwei

Unai Simón spricht Klartext. Im Radiotalk „El Partidazo“ (COPE) schickt der spanische Nationalkeeper Joan García auf Platz zwei seines persönlichen Liga-Rankings – vor Jan Oblak, hinter Thibaut Courtois. Die Aussage trifft mitten ins Herz des spanischen Torwart-Duells, das Luis de la Fuente seit Wochen beschäftigt.

Joan garcía schießt athletic mit punkten nach oben

Der Grund für die Euphorie: García rettete Athletic am Wochenende mit einer Galavorstellung gegen Rayo Vallecano den Sieg. Simón gibt sich als erster Konkurrent beeindruckt: „Courtois ist immer auf Weltklasse-Niveau, aber Joan kommt ihm am nächsten – durch die Punkte, die er holt.“ Die Wortwahl ist kein Zufall. Ohne García stünde Athletic nicht auf Champions-League-Kurs.

Die Frage, ob es fair sei, zwischen ihm und David Raya zu wählen, lässt Simón kalt. „Fußball funktioniert nicht nach Gerechtigkeit. Der Trainer entscheidet – und wir akzeptieren. Punkt.“ Selbstkritik schließt er nicht aus: „Ich mache meine Sache solide, Joan macht sie brillant.“

Simóns torwart-top 3: courtois, garcía, oblak – weltweit mit raya

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International wechselt nur ein Name. Für Oblak rutscht Brentfords David Raya nach vorn. Simón lacht, als er das aufzählt – so als wäre die Rangliste längst in seinen Kopf eingebrennt. Kein Marketing, keine Floskeln, nur Zahlen.

Dabei verpasste er selbst die Finalíssima gegen Italien. „Ein perfekter Test vor der WM – schade, dass es nicht stattfand. Ich weiß nicht, warum. Ich hätte gespielt.“ Die Enttäuschung klingt mit, doch Simón versteckt sich nicht. Auch nicht, wenn es um Ernesto Valverde geht.

Valverde ist für simón der beste athletic-coach aller zeiten

Valverde ist für simón der beste athletic-coach aller zeiten

„Er hat uns nach 40 Jahren wieder Titel geschenkt, zweimal in die Champions League geführt und wird 495 Pflichtspiele machen. Ich habe noch nie jemanden schlecht über ihn reden hören.“ Die Lobeshymne wirkt wie ein Schlag gegen die Proteste einiger Fanlager, die Valverde nach der Pokal-Pleite gegen Mallorca attackiert hatten.

Härter fällt Simón über jene aus, die Club-Boss Jon Uriarte bedrohten. „Das sind blökende Schafe ohne Plan. Sie glauben, Athletic sei eine Wut-Bühne. Diese Leute haben im Verein nichts verloren.“ Der Satz hallt nach – ein Kapitän, der die Grenzen aufzeigt.

Zurück auf dem Platz: Nico Williams? „Er wird besser, sieht fröhlicher aus.“ Kurz, knapp, positiv – so wie Simóns Momentaufnahme der Saison. Am Ende bleibt ein Fazit: Der Keeper, der zunächst zwischen den Pfosten stand, bestimmt jetzt mit klaren Worten die Debatte. Und Joan García spielt sich in die Statistik – 13 Punkte allein durch Parade-Siege. Wer jetzt noch fragt, warum Athletic oben mitmischt, hat die Antwort längst gehört.