Frühlings-teaser vorbei: kaltfront rüttelt italien wach

Rom hatte 20 Grad – ein Fata Morgana. Schon am Dienstagabend ziehen Wolken über die Adria, und bis Samstag schlägt eine Kaltfront zu, die selbst in die Po-Ebene Schnee bringt.

Warum gerade jetzt die gefahr steigt

Der Tiefausläufer «Ylenia» rast über die Balkan-Halbinsel und schaufelt Bora und Grecale in die Stiefelstiefel-Region zwischen Rimini und Brindisi. Modelle zeigen 30 Liter Regen pro Quadratmeter in 24 Stunden für Abruzzen und Molise. Die Schneefallgrenze sackt auf 700 Meter – das bedeutet: Pescara und Campobasso wachen möglicherweise in Weiß auf.

Der Norden spielt bis Freitag noch die Sonnenkarte. Mailand und Turin profitieren von einem Hochdruckkeil, der sich über den Alpen festkrallt. Doch der Sechstage-Sommer endet abrupt, wenn am Samstag ein marokkanischer Tropfenzirkus aufschlägt. Dann droht Schnee bis in die Ebene, und die Temperaturen purzeln innerhalb von zwölf Stunden um bis zu 14 Grad.

Was sportler und veranstalter jetzt wissen müssen

Was sportler und veranstalter jetzt wissen müssen

Laufveranstalter in Bologna verschieben ihre Frühjahrs-Cups bereits um eine Woche. Der italienische Skiverband prüft, ob man die Norditalienischen Skititel nach Südtirol verlegt – zu wenig Schnee in den Dolomiten, zu viel in den Apennin. Und die Serie-A-Spiele am Wochenende? Lecce gegen Cagliari könnte unter Wasser stehen, die Stadien von Frosinone und Salernitana bereits am Freitag.

Die Wetterlage ist kein Aprilscherz, sondern ein klassisches März-Beispiel für „back-door-Mediterranean“-Dynamik: Kaltluft zirkuliert über dem warmen Mittelmeer, schnappt sich Feuchtigkeit und donnert nach Italien. Wer jetzt noch seine Winterreifen vergessen hat, zahlt drauf – buchstäblich.

Die Bilanz: Innerhalb von 72 Stunden erlebt Italien drei Jahreszeiten. Die Frühlings-Illusion war ein 24-Stunden-Gast, die echte Jahreswende kommt mit Schnee und Regen. Sportfans packen wieder dicke Jacken ein – und die Wetter-Apps löschen ihre 20-Grad-Symbole für die nächsten zehn Tage.