Austria zwingt hartberg in die knie und lässt rapid jetzt zittern

Ein Schuss, ein Tor, ein Klassiker: Die Austria hat Hartberg mit dem Minimalprogramm erledigt und sich vor dem Derby bei Rapid den Rücken gestärkt. 1:0 reichte, um die Veilchen wieder in Schlagdistanz zum Europa-Platz zu katapultieren – und die Oststeirer endgültig hinter sich zu lassen.

Helm zieht die kampflinie: „wir sind die herausforderer“

Stephan Helm redet nicht drum herum. Für ihn steht die Austria hinter den „vier Budgetkaisern“ – und genau das macht den Charme aus. „Die Mannschaft spürt, dass sie jeden Punkt erkämpfen muss. Das ist kein Nachteil, das ist Turbo“, sagt der Coach nach dem fünften Saison-Sieg gegen Hartberg. Die Veilchen haben die letzten beiden Duelle gegen die TSG jeweils 1:0 gewonnen, beide Male nach Geduldsarbeit, beide Male mit dem Gestus eines Teams, das weiß: Erst wenn der Gegner kippt, wird gezielt zugestochen.

Johannes Eggestein lieferte die Headline. Sein Treffer in der 74. Minute war nicht nur sein fünfter Saisontreffer, sondern auch ein Statement: „Wenn wir im Derby einen Dreier holen, haben wir ein letztes, geiles Heimspiel gegen den LASK.“ Die Rechnung ist simpel: Sieg in Hütteldorf und die Austria springt auf Platz vier – vorbei an Rapid, vorbei an aller Unsicherheit.

Hartberg bleibt stehen – und schmid nimmt abschied

Hartberg bleibt stehen – und schmid nimmt abschied

Die Gäste aus der Steiermark lieferten die perfekte Kulisse: tief, diszipliniert, aber ohne Durchstoßkraft. Ein einziger Torschuss steht in der Statistik – ein Wert, der Manfred Schmid die Stirn runzelt lässt. „Wir haben die Austria nicht ins offene Messer laufen lassen, aber wir haben auch nicht zugeschlagen“, sagt der scheidende Coach. Für ihn war’s die vorletzte Partie im Amt. Am Sonntag folgt das Steiermark-Duell gegen Sturm, dann die wahrscheinliche Finalpartie in Salzburg. „Wir werden uns pushen. Theoretisch können wir die Austria noch überholen“, betont Schmid – und klingt dabei wie ein Mann, der weiß, dass die Theorie manchmal schneller verblasst als ein Abschiedsgeschenk.

Die Austria hingegen blickt nach vorn. Helm fordert mehr Durchschlagskraft, aber er lobt die defensive Nullnummer. „Wenn du in der Meistergruppe nicht stabil stehst, wirst du weggedrückt.“ Die Veilchen haben sich stabilisiert – und jetzt kommt Rapid. Die Stadt ist bereits in Aufbruchsstimmung. Die Veilchen blühen, wenn der Gegner groß ist. Am Sonntag in Hütteldorf wird sich zeigen, ob sie auch dann treffen, wenn es weh tut.