Eisbären stolpern in straubing: 0:3 nach 117 sekunden – titelverteidiger am rande der krise

Die Eisbären Berlin haben sich selbst in die Nesseln gesetzt. Nach 117 Sekunden lag der Titelverteidiger 0:3 zurück, am Ende bröckelte die Serie mit 1:5 beim Straubing Tigers. Die Botschaft ist brutal klar: Wer so startet, kann auch mit der Play-off-Erfahrung von 2022 nicht mehr rechnen.

Straubing spielt berlin an die wand

Die Tigers stürmten wie ein Orkan. Drei Schüsse, drei Tore – das Eis war noch kalt, die Berliner Defensive schon erledigt. Ty Ronning ballte die Faust: „Wir haben uns selbst ein Loch gegraben.“ Trainer Serge Aubin schüttelte nur den Kopf: „Danach läufst du 58 Minuten hinterher.“

Die Zahren trafen präzise, die Hausherren agierten mit dem Biss fehlender Außenseiter. Berlin wiederholte die Fehler der letzten Hauptrunde: Zu viel Raum, zu wenig Zweikampf, null Absicherung. Die 5:1-Schlappe war die logische Folge.

Am freitag droht die nächste demütigung

Am freitag droht die nächste demütigung

Die Eisbären haben 48 Stunden, um die Wunden zu versiegeln. Eric Mik verspricht Analyse: „Wir müssen die Schlüsse ziehen.“ Die Erinnerung an 2022 hilft nur bedingt – damals ging es nach dem 1:7 in Mannheim noch um Moral, nicht um taktische Lücken.

Die Serie ist erst bei vier Siegen entschieden, doch die Arena am Freitag um 19:30 Uhr wird kochen. Straubing reist mit Selbstvertrauen, Berlin mit offenen Fragen. Kein Team hat in der DEL-Geschichte eine 0:2-Führung im Viertelfinale noch gedreht. Die Uhr tickt laut.

Die Eisbären stehen am Scheideweg. Entweder sie finden sofort die Schalter, oder der Traum vom dritten Titel in Folge endet vorzeitig. Die Tigers haben den ersten Schlag ausgeteilt – und gezeigt, wie brüchig der Mythos Berlin wirklich ist.