Uefa krempelt quali-modus völlig um: champions-league-modus für em und nations league!

Dortmund – Ein Erdbeben in der Fußballwelt: Die UEFA hat am Mittwoch einen radikalen Umbau der Qualifikationsverfahren für die Europameisterschaft und die Nations League beschlossen. Die Neuerungen, die ab 2028 in Kraft treten sollen, erinnern frappierend an das Format der Champions League und versprechen deutlich spannendere Duelle.

Mehr top-spiele, weniger zwang

Die bisherige Qualifikation zur EM wurde oft für ihren wenig inspirierenden Charakter kritisiert. Zu viele Spiele, zu wenig Top-Teams in einer Gruppe. Der neue Modus soll dem entgegenwirken. Statt der üblichen Gruppengegenstände wird jede Mannschaft künftig sechs Spiele gegen fünf verschiedene Gegner absolvieren, wobei pro Gegner nur ein Heim- und ein Auswärtsspiel geplant sind. Die Gruppen werden nach dem Prinzip der Champions League zusammengestellt, sodass auch vermeintlich kleinere Nationen auf Top-Teams treffen.

Das bedeutet für die deutsche Nationalmannschaft: Die Auslosung in Brüssel am 12. Februar 2026 hat bereits für erste Überraschungen gesorgt. Die DFB-Elf trifft wieder auf den ewigen Rivalen Niederlande, bekommt aber auch die Herausforderung Griechenland und Serbien in der Nations League Gruppe.

Liga 1 und liga 2: so funktioniert

Liga 1 und liga 2: so funktioniert's

Die 36 besten Mannschaften aus den oberen beiden Nations-League-Klassen bilden Liga 1 in der Qualifikation. Sie werden in drei Lostöpfe aufgeteilt und dann in drei Gruppen zu je zwölf Teams gelost. Jedes Team bestreitet sechs Spiele gegen sechs verschiedene Gegner - zwei aus jedem Lostopf. Die drei Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die EM, die restlichen Plätze werden über Playoffs ermittelt, an denen auch Teams aus Liga 2 teilnehmen.

Liga 2 hingegen besteht aus den restlichen Nationen, die in einer Art Mini-Quali um das Erreichen der Playoffs kämpfen. Die UEFA will diesen Modus im September zur finalen Genehmigung vorlegen. Verbandspräsident Aleksander Čeferin deutete bereits im Oktober 2025 an, dass eine weitere Erweiterung der EM auf 32 Teams durchaus denkbar sei, wenn der neue Quali-Modus Anklang findet.

Die Neuerung ist ein klares Signal der UEFA, die Qualifikationsspiele attraktiver und spannender zu gestalten. Ob der Plan aufgeht, wird die Zukunft zeigen. Fest steht aber: Der europäische Fußball steht vor einem Wandel, der die Art und Weise, wie wir uns auf die EM und die Nations League freuen, nachhaltig verändern könnte.