U18-nationalmannschaft bezwingt frankreich: blick auf die wm in rumänien

Ludwigshafen. Die deutsche U18-Nationalmannschaft hat im ersten von drei Testspielen gegen Frankreich einen wichtigen Teilerfolg gefeiert. Mit 33:27 setzte sich das Team von Gino Smits gegen die französischen Altersgenossen durch, ein Erfolg, der einen Monat vor der Auslosung der Vorrundengruppe der Weltmeisterschaft in Rumänien kommt.

Smits: mehr reife im spiel

Smits: mehr reife im spiel

Gino Smits, der erfahrene U18-Bundestrainer, betonte nach dem Spiel, dass der Sieg nicht das oberste Ziel war. Vielmehr ging es darum, eine Weiterentwicklung gegenüber der kürzlich vergangenen Europameisterschaft zu demonstrieren – und das ist der Mannschaft zweifellos gelungen. “Wir haben Reife bewiesen”, so Smits, der auf eine Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und Nachwuchstalenten setzen konnte. Elf Spielerinnen, die bei der EM den elften Platz belegten, wurden durch Mia Fuchs aus dem EYOF-Siegerteam sowie Luna Külker und Laura Schatton verstärkt, die sich Hoffnungen auf ihre erste große internationale Bewährungsprobe machen.

Besonders im ersten Abschnitt zeigte die DHB-Auswahl eine beeindruckende Kraft im Rückraum. Ob Adele Kasper, Fine Stenzel oder Meggan Rusko – die Angriffspower aus der zweiten Reihe war unverkennbar. Auch die eingewechselten Spielerinnen wie Luna Külker, Jule-Marie Jördens, Tamina Kugler, Paula Hofer und Mia Fuchs sorgten für zusätzliche Gefahr. Frankreich konnte jedoch ebenfalls mit einigen Distanzwürfen kontern.

Die Abwehrarbeit wurde in der zweiten Halbzeit deutlich verbessert. “Wir haben es geschafft, in Körperkontakt zu kommen und so die Abschlüsse der Franzosen effektiver zu entschärfen”, analysierte Smits. Der Rückstand aus der Anfangsphase wurde schnell wettgemacht, und Deutschland übernahm die Kontrolle über das Spiel. Eine super Kulisse von 400 Zuschauern, die trotz der kurzfristigen Absage des ursprünglichen Gastgebers VTV eine fantastische Atmosphäre schafften, trieb die Mannschaft an.

Auch die Trainingsfortschritte waren für den niederländischen Coach und seine Assistentin Maike Daniels erkennbar. “Die Mädels haben das prima gemacht und einige Trainingsinhalte bereits sehr gut umgesetzt”, lobte Smits. Mit einem dichteren Abwehrzentrum, höherem Tempo im Angriffsspiel und vermehrt Aktionen über Nele Kurok am Kreis – die zweite Halbzeit war eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Abschnitt. Ab der 40. Minute setzte sich Deutschland ab, ein 6:2-Lauf brachte einen komfortablen Vorsprung von 26:20. Dieser Vorsprung ließ das Smits-Team nicht mehr aus den Händen geben.

Der nächste Vergleich findet am Freitag ebenfalls in Ludwigshafen statt, wenn die Eberthalle erneut Schauplatz eines Handball-Derbys sein wird. Im Vorfeld des Zweitligaspiels zwischen den Eulen Ludwigshafen und dem VfL Lübeck-Schwartau werden die Spielerinnen beider Teams sicherlich von der ansprechenden Atmosphäre profitieren.

Deutschland: Wagner, Werner – Lehmann (3), Walther, Dürk, Rusko (2), Kurok (4), Stenzel (5/1), Jördens (4), Hofer (4), Reymann (2), Kugler (1), Kasper (3), Fuchs (1), Külker (3), Schatton (1).

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