Ty simpson: vom talent zum nfl-hoffnungsträger – ein ungewöhnlicher weg
Pittsburgh hat einen neuen Quarterback-Kandidaten im Blick, aber der Weg von Ty Simpson in den NFL-Draft war alles andere als geradlinig. Nach Jahren der Geduld und dem Verzicht auf sofortigen Ruhm scheint der 23-Jährige nun bereit zu sein, seinen Beweis zu erbringen – und die Frage ist, ob er das Zeug dazu hat, in der NFL durchzustarten.
Die simpson-dynastie: sport im blut
Die Familie Simpson ist im College-Football fest verwurzelt. Vater Jason Simpson, selbst einst Quarterback, beendet gerade seine 20. Saison als Head Coach. Seine Tochter Emma brilliert im Basketball, und der jüngere Bruder Graham ist ein gefragtes Talent mit Angeboten von Alabama, Auburn und Oklahoma – ebenfalls als Quarterback. Das Erbe liegt klar auf dem Tisch, und Ty Simpson wuchs inmitten dieser sportlichen Leidenschaft auf, absorbierte das Fachwissen wie ein Schwamm.
Bereits an der Highschool zeigte Simpson sein Können, wurde als 5-Star-Recruit und einer der besten drei Quarterbacks der Klasse 2022 gefeiert. Die Elite-College-Programme schlängelten sich um ihn herum, doch Simpson entschied sich für Alabama Crimson Tide unter Nick Saban. Doch statt zum Star zu werden, war er drei Jahre lang nur eine Ergänzung – eine Geduld, die seinesgleichen sucht. Mit einem Bachelor- und Masterabschluss in der Tasche und zumindest einem Jahr als Starting-Quarterback im Gepäck will er nun den Sprung in die NFL wagen.

Stärken und schwächen: ein komplexes bild
Simpson überzeugt mit seiner Athletik, dem schnellen Release und seiner kommunikativen Stärke an der Line. Seine Fußarbeit ist solide, und er kann auch im Laufspiel überzeugen, insbesondere über die Mitte. Seine Pässe sind meist akkurat, obwohl seine Receiver in Alabama hin und wieder Bälle fallen ließen. Seine größte Stärke ist seine Fähigkeit, schnell und präzise zu agieren, ohne zu hadern.
Doch es gibt auch Schattenseiten. Seine begrenzte Zeit als Starting-Quarterback bei Alabama und die durchwachsene Leistung als solcher werfen Fragen auf. Ein durchschnittlicher Arm, chaotisches Zeitmanagement unter Druck und ein nicht gerade prototypischer Körperbau für einen Quarterback sind ebenfalls zu nennen. Manchmal neigt er dazu, Würfe zu erzwingen. Mit lediglich 15 Karrierestarts muss man anmerken, dass ein weiteres Jahr am College ihm sicherlich nicht geschadet hätte.

Wo wird simpson landen?
Die Frage, ob Simpson in der ersten Runde gepickt wird, ist fraglich. Wahrscheinlicher ist ein Platz am zweiten Tag des Drafts. Teams wie die Jets, Cardinals und Dolphins werden als potenzielle Interessenten gehandelt. Ob er den Ansprüchen eines NFL-Starters gewachsen ist, bleibt abzuwarten. Die Scouts werden sich in den kommenden Tagen intensiv mit ihm befassen.
Die NFL-Draft-Klasse 2026 verspricht spannend zu werden, und Ty Simpson könnte ein überraschender Faktor sein. Seine Loyalität und Geduld, gepaart mit seinem Talent, könnten ihm den Weg an die Spitze ebnen.
