Tus n-lübbecke schlägt doppelt zu: eisele kommt, hornyak muss gehen

Felix Eisele wechselt vom HBW Balingen-Weilstetten an die Werre. Der 21-Jährige bildet künftig mit Thies Bergemann das neue Rechtsaußen-Duo des TuS N-Lübbecke. Bence Hornyak dagegen muss den Klub verlassen.

Der junge flügel ist trumpf

Rolf Hermann, Geschäftsführer des Zweitligisten, spricht schon mal von einer „gesunden Mischung aus Erfahrung und Talent“. Gemeint ist das Zusammenspiel von Bergemann, 28, und Eisele, der in der vergangenen Saison nur sporadisch in der 3. Liga zum Einsatz kam. „Mit Felix bekommen wir einen hungrigen Spieler, der bereit ist, den nächsten Schritt zu machen“, sagt Hermann. Das klingt nach Plan, doch dahinter steckt auch ein klares Bekenntnis zur eigenen Jugendpolitik. Eisele kam über die zweite Garde in den Profi-Kader der Balinger, nun soll er in Lübbecke durchstarten.

Davor Dominikovic, Trainer des TuS, zeigte sich in den Gesprächen überzeugt, dass Eisele sich in der 2. Bundesliga beweisen kann. „Er hat Power, eine gute Wurfvariante und ist in der Lage, sich schnell an neue Aufgaben anzupassen“, beschreibt der Coach die Erwartungen. Für Eisele selbst ist der Wechsel ein Schritt in Richtung Spielpraxis. „Ich brauche Minuten, um mich weiterzuentwickeln. Hier bekomme ich das Vertrauen“, sagt er nach der Unterschrift.

Hornyaks zeit ist abgelaufen

Hornyaks zeit ist abgelaufen

Gleichzeitig bedeutet der Zugang Eiseles das Aus für Bence Hornyak. Der Ungar kam vor einem Jahr als letzter Mann im Kader, konnte sich aber nicht gegen Tim Roman Wieling durchsetzen. 16 Tore in 17 Spielen – das reicht nicht für einen Stammplatz. „Wir wünschen ihm, dass er woanders die Spielzeit bekommt, die er braucht“, erklärt Hermann. Die Trennung ist somit einvernehmlich, doch sie zeigt auch: Der TuS will Tempo machen und setzt auf Durchschlagskraft statt auf Experimente.

Die Entscheidung fällt knapp vor dem Trainingsstart in die Vorbereitung auf die neue Saison. Die Liga startet am 24. August, bis dahin will Lübbecke die Balance zwischen Frische und Stabilität gefunden haben. Die Fans können sich auf ein schnelles Spiel nach Außen einstellen – und auf einen Kader, der sich neu erfindet.