Turbine stolpert über gladbach und rutscht tiefer in den sumpf

Was für ein Schlag ins Kontor: Turbine Potsdam verliert daheim gegen den Tabellenvorletzten, kassiert die vierte Pleite nacheinander und wackelt auf Platz zehn der 2. Frauen-Bundesliga. Die 1:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach riecht nach Krisenvorstellung – und das mitten im Abstiegskampf.

Gladbach beendet sieben-pleite-serie mit doppelschlag vor pause

Suus van der Drift nutzte schon nach 13 Minuten die erste Unsicherheit in der Turbine-Defensive, Lili Jones-Baidoe erhöhte acht Minuten später per Konter auf 0:2. Die Potsdamerinnen wirkten ideenlos, zu langsam, zu harmlos. Trainer Steen Gravgaard Ladefoged schüttelte auf der Bank nur den Kopf.

Annika Wöhner schien mit ihrem Anschlusstor in der 81. Minute noch einmal Hoffnung zu säen. Doch statt des Ausgleichs folgte der Knock-out: Alina Abdii schob in der dritten Minute der Nachspielzeit den dritten Gladbacher Treffer ein – die Abwehr stand erneut wie angewurzelt.

Ein punkt vorsprung reicht nicht zum atmen

Ein punkt vorsprung reicht nicht zum atmen

Die Tabelle lügt nicht: Turbine hat nur noch einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Die Mannschaft, die vor Jahren noch Champions-League-Spiele bestreiten durfte, taumelt auf Drittliga-Niveau zu. Die Fans auf der Karl-Liebknecht-Straße pfiffen beim Abpfiff – nicht gegen Gladbach, sondern gegen die eigene Mannschaft.

Die Borussia dagegen feiert den ersten Dreier nach sieben Niederlagen und schließt punktgleich zu Turbine auf. Trainerin Christiane Pfeil sprach von „Befreiungsschlag“, Kapitänin van der Drift von „Selbstvertrauen, das zurückgekehrt ist“. Bei Turbine hingegen herrscht Stimmung wie vor einem Gewitter – und der erste Donner könnte schon am kommenden Wochenende folgen.