Tudor zerstört seine spurs in 17 minuten – jetzt steht er selbst auf dem präsentierteller
Antonin Kinsky war noch nicht mal 20 Minuten auf dem Rasen, da muszte Igor Tudor ihn schon wieder runterziehen. 17 Minuten, zwei Blackouts, ein Applaus der gegnerischen Fans – und ein Trainer, der sich selbst nicht mehr erkennt.
Die Zahlen sind brutaler als jede Analyse: vier Pflichtspiele, vier Niederlagen, 0 Punkte. Kein Tottenham-Coach ist je so in die Premier-League-Saison gestartet. Dass der Kroate ausgerechnet das Champions-League-Achtelfinale bei Atletico als Testlabor missbrauchte, lässt die Kompetenzfrage laut werden.
Tudors torwart-experiment wird zur bühnen-katastrophe
Kinsky, im Winter für 15 Millionen Euro geholt, rutschte beim 0:1 durch die Hände, verpasste beim 0:2 die Ecke, landete schließlich in Tudor-Arms. „Das habe ich in 15 Jahren noch nie gemacht“, sagte der Coach – und klang dabei, als würde er selbst nicht glauben, was er da tut. Der 22-jährige Ersatzmann, Brandon Austin, kassierte trotzdem noch drei weitere Treffer. Endstand: 2:5, die Spurs stehen mit einem Bein im Europa-Bahnhof.
Die BBC spricht vom „Minus-Touch“, Tottenham-Fans vom nächsten „Tudor-Trauma“. Die Wahrheit: Der 47-Jährige hat das Team tiefer runtergerissen als alle Vorgänger. Die Defensive wirkt wie ein offenes Tor, die Mittelfeld-Pressing-Linie wie ein Schweizer Käse. Und die Anführer? Romero und Palhinha krachten in der Nachspielzeit sogar miteinander zusammen – symbolisch für ein Ensemble, das sich selbst nicht mehr findet.

Die stunde der wahrheit naht – schon wieder
Die Bosse müssen handeln, bevor die Premier-League-Luke zufällt. Die Relegationsplätze rücken näher, die Champions-League-Träume zerplatzen. Tudor selbst redet von „Schutz“ und „Gesprächen“, doch die einzige Frage, die zählt, lautet: Wer schützt Tottenham vor Igor Tudor?
Die Antwort wird am Wochenende fallen. Denn wenn die Spurs auch gegen Crystal Palace verlieren, ist selbst der kroatische Dauersprinter vom „sofortigen Impact“ auf der Strecke. Die Geschichte wiederholt sich – nur schneller und schmerzhafter als je zuvor.
