Berrettini patzt in rom: aus für 'the hammer'

Rom – Ein Schock für den italienischen Tennis-Sport: Matteo Berrettini, der vermeintliche Lokalmatador der diesjährigen Internazionali BNL d’Italia, ist bereits in der ersten Runde an den Australier Alexei Popyrin gescheitert. Das 6:2, 6:3 deutet auf eine erschreckende Formkrise hin, die Berrettinis Ambitionen auf ein erfolgreiches Frühlingsturnier im Sand pulverisierte.

Ein schatten seiner selbst am centre court

Die Atmosphäre im Foro Italico war elektrisierend, doch Berrettini konnte dem Druck nicht standhalten. Popyrin, der aktuell auf Platz 62 der Weltrangliste notiert ist (und bereits 2024 auf Platz 19 kletterte), agierte souverän und nutzte die Schwächen des Italieners gnadenlos aus. Berrettinis Service, einst seine größte Waffe, fand kaum Präzision – nur 58 Prozent der ersten Aufschläge landeten im Feld, und acht Breakbälle wurden gewährt. Der einst so präzise Dreiberschlag, sein Markenzeichen, brachte ihm mehr Probleme als Punkte ein. „Früher sind sie alle reingegangen, jetzt bekomme ich keinen hin!“, murmelte er frustriert in den roten Sand.

Die Formkurve des 27-Jährigen zeigt seit Wochen nach unten. Nach einem kurzen Aufwärtstrend im Challenger-Turnier von Cagliari, wo er zumindest ansatzweise seine alte Schlagkraft zurückgewinnen konnte, ist er in Rom wieder in ein Tal der Tränen abgestürzt. Es ist nicht nur die fehlende Technik, sondern auch die fehlende mentale Stärke, die Berrettini im Moment ausbremst. Die fehlende Explosivität in seinen Schlägen ist offensichtlich, und die körperliche Frische ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Lange Ballwechsel gingen fast immer an Popyrin.

Ranking-einbruch und fragliche zukunft

Ranking-einbruch und fragliche zukunft

Die bittere Niederlage hat auch sportliche Konsequenzen: Berrettini wird in der Weltrangliste fallen und in Paris voraussichtlich außerhalb der Top 100 landen. Das ist ein herber Schlag für seine Ambitionen, sich für die kommenden Grand-Slam-Turniere zu qualifizieren und seine Position in der Weltspitze zu verteidigen. Die Frage, die sich nun stellt, ist: Was muss Berrettini ändern, um den Kreislauf der Negativität zu durchbrechen und zu alter Stärke zurückzufinden? Ein mentaler Neustart und die Rückbesinnung auf die Grundlagen scheinen dringend erforderlich. Die Faszination für den Tennis-Sport mag ungebrochen sein, aber Berrettinis Weg zurück an die Spitze wird steinig.

Die Niederlage gegen Popyrin ist mehr als nur ein verlorenes Match; sie ist ein Weckruf für Matteo Berrettini und ein Warnsignal für den italienischen Tennis-Sport.