Tuchel schweigt vor dem finale – doch das könnte sich ändern!
Die Fußballwelt hält den Atem an: Kann England bei der WM in den USA Geschichte schreiben? Und wird Thomas Tuchel, der deutsche Coach der Three Lions, dann endlich seine Lippen öffnen und die Nationalhymne mitsingen? Der Telegraph enthüllte am Mittwoch eine pikante Facette des Trainers.
Ein schweigen, das für gesprächsstoff sorgt
Seit seinem Wechsel auf die Insel im Oktober 2024 umgibt Tuchel die Debatte um „God Save the King“. Viele englische Fans finden es sonderbar, dass der erfahrene Bundesliga- und Champions-League-Sieger sich bei der Hymne zurückhält. Er selbst argumentiert, dass er sich die Ehre erst verdienen müsse, diese kraftvolle und emotionale Komposition zu singen. „Ich fühle, dass es nicht selbstverständlich ist“, erklärte Tuchel bereits im vergangenen Jahr.
Die Diskussion erreichte einen neuen Höhepunkt, als Prinz William, der die Mannschaft vor der Abreise in die USA besuchte, das Thema ansprach. Tuchel reagierte pragmatisch: „Der Text ist nicht so schwer“, soll er gewitzelt haben. Ein Zeichen dafür, dass er sich zumindest gedanklich mit der Möglichkeit auseinandersetzt, eines Tages mitzusingen.

Finale in sicht – bricht tuchel sein schweigen?
Sollte es England gelingen, das Finale am 19. Juni vor den Toren New Yorks zu erreichen, könnte Tuchel sein Schweigen brechen. Die Vorstellung, dass der deutsche Trainer im entscheidenden Moment mit den englischen Spielern und Fans die Nationalhymne anstimmt, ist reizvoll. Bis dahin bleibt es jedoch spannend. Tuchel betonte, er sei noch ein wenig „schüchtern“ und wolle den Fokus nicht verlieren.
Die Wahrheit ist: Tuchel jongliert mit einer heiklen Situation. Einerseits möchte er den Respekt vor der englischen Tradition wahren, andererseits will er vermeiden, als aufgesetzt oder unaufrichtig wahrgenommen zu werden. Es ist ein Balanceakt zwischen Professionalität und Identifikation – und die Fußballwelt beobachtet ihn dabei genau. Die Wahrscheinlichkeit, dass er im Falle eines Finaleinzugs doch noch seine Stimme erhebt, ist durchaus gegeben. Aber nur, wenn er das Gefühl hat, es wirklich verdient zu haben – und das ist eine Frage der Wahrnehmung, die nur er selbst beantworten kann.
