Ehrung für eiskunstlegende rita trapanese: milano erinnert an pionierin

Milano ehrt eine ihrer größten Töchter: 26 Jahre nach ihrem Tod wird die Ciclovia in der Valentino Mazzola Straße nach Rita Trapanese benannt, einer bahnbrechenden Figur im italienischen Eiskunstsport. Eine lange überfällige Würdigung für eine Athletin, die mit ihrer Leistung und ihrem Engagement Maßstäbe setzte.

Eine karriere voller triumphe und leidenschaft

Eine karriere voller triumphe und leidenschaft

Rita Trapanese, geboren 1951, war eine der ersten italienischen Eiskunstläuferinnen, die auf internationaler Ebene Erfolge feierte. Achtmalige nationale Meisterin zwischen 1965 und 1972, bestritt sie bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble und 1972 in Sapporo ihre Wettkämpfe. Obwohl sie in Grenoble lediglich den 25. Platz belegte, zeigte sie in Sapporo eine beeindruckende Leistung und erreichte den siebten Platz. Es sollten 42 Jahre und die Bronzemedaille von Carolina Kostner bei den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 vergehen, bis eine italienische Eiskunstläuferin einen noch besseren Erfolg erzielte.

Trapanese gewann bei den Europameisterschaften 1971 in Zürich eine Bronzemedaille und 1972 in Göteborg eine Silbermedaille, knapp hinter der österreichischen Läuferin Trixi Schuba, die kurz darauf die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewann. Ihre Leistungen trugen maßgeblich zur Popularisierung des Eiskunstsports in Italien bei und inspirierten eine ganze Generation junger Athleten.

„Ich habe Rita zwar nie persönlich kennengelernt“, erklärte Claudia Giordani, Olympia-Silbermedaille im Riesenslalom und heutige Delegierte des Coni, „aber ich bin mir sicher, dass sie sich über diese Ehrung geehrt fühlen würde. Milano, als Olympiastadt, ehrt damit eine außergewöhnliche Sportlerin.“

Tommaso Sacchi, der kommunale Kulturbeauftragte, fügte hinzu: „Mit dieser Ehrung würdigt Milano nicht nur eine großartige Sportlerin, sondern auch eine engagierte Bürgerin, die Italien im Ausland würdig vertreten hat.“ Cristiano Vaglini, der Sohn von Rita Trapanese, betonte: „Die Erinnerung an unsere Mutter und die Werte, die sie verkörperte, leben weiter. Heute gewinnt sie einen weiteren wichtigen Sieg.“

Ein Leben jenseits des Eises Trapanese engagierte sich nach ihrer aktiven Karriere in verschiedenen Bereichen, darunter im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit bei der Firma Saima. Ihr Wirken beschränkte sich jedoch nicht nur auf den Sport und das Berufsleben. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Maurizio Vaglini gründete sie das Centro Italiano Aiuti all’Infanzia (CIAI) und errichtete in Bobo Dioulasso, Burkina Faso, eine Schule und ein medizinisches Zentrum, die nach ihr und ihrem Mann benannt sind. Ein bewegendes Beispiel für soziales Engagement und humanitäre Arbeit.

Der tragische Tod von Rita Trapanese und ihrem Ehemann Maurizio Vaglini bei einem Autounfall im Jahr 2000 riss ein großes Loch in die italienische Sportwelt. Ihre Leistungen und ihr Engagement werden jedoch in Erinnerung bleiben, und die neue Benennung der Ciclovia in Milano ist ein würdiger Tribut an eine außergewöhnliche Frau.