Amorim übernimmt: milan setzt auf portugiesischen fußball!
Mailand atmet auf – und blickt nach Lissabon. Nach einer turbulenten Saison mit Trainerwechseln und verpassten Chancen soll Ruben Amorim den AC Milan wieder in die Erfolgsspur führen. Der Portugiese, der bereits bei Benfica und Sporting beeindruckte, ist das neue Gesicht auf der Mailänder Bank und das Versprechen einer frischen, modernen Spielweise.

Ein portugiese auf der mailänder bank: eine neue ära beginnt
Die Geschichte des AC Milan in den letzten Jahren liest sich wie ein Lehrbuch der Trainerwechsel. Paulo Fonseca, Sergio Conceição und nun Ruben Amorim – in den letzten vier Jahren saßen ausschließlich portugiesische Trainer auf der Bank, mit Ausnahme von Massimiliano Allegri. Gerry Cardinale und Zlatan Ibrahimovic haben sich für Amorim entschieden, um dem Diavolo eine neue Richtung zu geben. Sein Fußballverständnis, geprägt von einem hohen Ballbesitz, schnellem Umschaltspiel und einer soliden Defensivarbeit, soll die Grundlage für den Wiederaufstieg bilden.
Amorim hat bereits bei Braga und Sporting eindrucksvoll bewiesen, was er kann. Mit Braga eroberte er einen historischen dritten Platz, während er mit Sporting nach 19 langen Jahren die Meisterschaft zurückbrachte. Auch sein kurzes Intermezzo bei Manchester United zeigte, dass er trotz schwieriger Umstände einen europäischen Platz erreichen kann. Und er selbst hat es bereits vor Jahren verkündet: „Eines Tages werde ich den AC Milan trainieren.“
Die portugiesische Fußballszene kennt Amorim als einen Mann mit einer gewissen Vorahnung. Seine Sprüche sind legendär geworden, kleine Prophezeiungen, die sich nun erfüllen könnten. „Was, wenn es doch gut läuft?“, fragte er einst rhetorisch. Oder auch: „Wir hatten nur drei Prozent Chance…“ Diese Zitate, gepaart mit seiner unerschütterlichen Loyalität – „Solange sie mich wollen, gehe ich nicht –“ und seiner selbstironischen Art – „Manchmal hasse ich meine Fußballer“ – machen ihn zu einer faszinierenden Persönlichkeit.
Aber es ist nicht nur Amorims taktisches Geschick, das die Milan-Fans begeistert. Es ist seine Leidenschaft, sein Ehrgeiz und seine Fähigkeit, eine Mannschaft zu motivieren. Wie er selbst sagte: „Ich bin hier, um Manager zu sein.“ Und das will er zweifellos auch in Mailand sein – ein Manager, der den AC Milan zurück an die Spitze Europas führt. Die nächste Saison wird zeigen, ob Amorims Vision von modernem Fußball in Mailand Fuß fassen kann.
