Handball-finale: berlin scheitert knapp an barcelona!

Die Füchse Berlin haben im Kampf um den Champions-League-Titel erneut das Nachsehen. Im packenden Finale gegen den Rekordsieger FC Barcelona verpassten sie den ersehnten ersten Titelgewinn in der Königsklasse knapp mit 34:37. Vor über 20.000 Zuschauern in der Lanxess Arena war es ein Spiel auf höchstem Niveau, in dem die Berliner Offensiv zu viele Fehler zuließen und defensiv nicht die nötige Konstanz fanden.

Gidsels frustration und barcelonas dominanz

Gidsels frustration und barcelonas dominanz

Der dänische Handballer Mathias Gidsel, lange glückloser Leistungsträger der Füchse, hatte einen Abend, der ihn sicherlich frustrieren wird. Mehrere Fehlwürfe und Abspielfehler trugen dazu bei, dass Barcelona früh die Kontrolle über die Partie übernahm. Torhüter Emil Nielsen vom FC Barcelona war mit 14 Paraden ein entscheidender Faktor für den Sieg der Katalanen und unterbrach immer wieder die Berliner Angriffe. Die Bilanz von 54 Spielen in Serie ungeschlagen unterstreicht Barcelonas derzeitige Dominanz im europäischen Handball.

Nachdem das Publikum mit einer beeindruckenden Lasershow und musikalischen Einlagen in Stimmung versetzt wurde – „The Show must Go on“ hallte durch die Arena – erwischte Barcelona den besseren Start. Die Berliner taten sich schwer, in Tritt zu kommen und die Fehlerquote war ungewöhnlich hoch. Barcelonas Nielsen hielt mit einer Fangquote von 50 Prozent in der Anfangsphase die Füchse auf Distanz.

Ein bitteres Ende für Berlin: Nachdem sie im Halbfinale noch einen beeindruckenden Sieg gegen den Titelverteidiger SC Magdeburg gefeiert hatten, schien der Traum vom Champions-League-Titel greifbar nah. Doch im Finale zeigte Barcelona seine ganze Klasse und ließ den Berlinern kaum eine Chance. Die Roten Karten gegen Ludovic Fabregas und Max Darj in der zweiten Halbzeit schwächten die Füchse zusätzlich und trugen letztlich zur Niederlage bei.

Ingo Meckes, DHB-Sportvorstand, hatte vor dem Spiel gewarnt: „Gewonnen ist noch gar nichts.“ Seine Worte trafen zu. Die Füchse müssen nun verdauen, dass der letzte fehlende Titel im Vereinsregal weiterhin fehlt und die Enttäuschung über die verpasste Chance groß ist. Die Laufleistung der Berliner war zwar beeindruckend, aber die fehlende Präzision im Angriff und die starke Leistung von Barcelonas Torwart sorgten am Ende für den knappen Unterschied.

Die Niederlage markiert das erste verlorene internationale Endspiel für ein deutsches Team im seit 2010 eingeführten Modus. Die Füchse Berlin werden sich nun auf die nächste Saison konzentrieren und versuchen, im kommenden Jahr erneut einen Angriff auf den Champions-League-Titel zu starten. Der Abgang von Dika Mem zu den Füchsen ab 2027/28 könnte eine neue Dynamik in das Team bringen, doch das ist noch Zukunftsmusik.