Tuchel schickt acht stars nach hause – englands wm-kader schrumpft rasant
Thomas Tuchell hat genug gesehen. Nur 48 Stunden nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Uruguay fegte der neue England-Coach durchs Teamhotel und schickte acht Profis nach Hause. Die Botschaft: Wer angeschlagen ist oder keine Garantie für Startelf-Einsätze liefert, fliegt raus.
Unter den Abgängen: Bukayo Saka und Declan Rice. Die Arsenal-Giganten haben ihren WM-Platz eigentlich sicher, doch ihre Knöchel und Oberschenkel flimmern. Noni Madueke humpelte ebenfalls Richtung Flughafen. John Stones saß 90 Minuten auf der Bank, weil ihn ein Trainingsschnupfer ausgebremst hatte. Adam Wharton durfte in Halbzeitzeit rein, spürte danach aber ebenfalls Stiche.

Tuchel brennt die zeit weg
Die restlichen drei fallen durchs Raster, nicht durch die Rehapraxis. Aaron Ramsdale, Fikayo Tomori und Dominic Calvert-Lewin hatten ohnehin nur Außenseiter-Chancen. Mit dem Schnellschnitt reduziert Tuchel den XXL-Kader von 35 auf 27 Namen – und das drei Monate vor Katar.
Der Plan: Harry Kane startet gegen Japan wieder durch. Der Bayern-Stürmer bekam gegen Uruguay eine Pause, weil Tuchel dessen Belastungskurve im Blick hat. Nach dem Schlusspfiff hatte der Coach trotz des mauen Remis geschwärmt: „Wir waren die bessere Mannschaft.“ Wer genau die besseren 27 sind, zeigt sich jetzt in Wolfsburg. Für acht Profis endet der WM-Traum vorzeitig – ohne Gnade.
