Tuchel patzt erneut: england verliert gegen japan und stolpert in wm-krise

London ist still. Kein Jubel, kein Gesang, nur Pfiffe. Die Three Lions haben sich in Wembley wieder selbst demontiert – diesmal gegen Japan. 0:1, eine Blamage, die nicht nur wehtut, sondern auch Fragen aufwirft.

Tuchel reagiert gereizt – und bringt seine mannschaft in bedrängnis

Die Niederlage ist kein Ausrutscher mehr. Es ist ein Muster. Vier Tage nach dem 1:1 gegen Uruguay folgt das nächste Offensiv-Debakel. Kaoru Mitoma trifft nach 23 Minuten – und das war’s. England schießt in der ersten Halbelle nur ein einziges Mal aufs Tor. Kein Plan, kein Punch, kein Kane.

Die Tribüne pfeift. Die Fans buhen. Und Tuchel? Der versucht, cool zu bleiben. Doch die Fassade bröckelt. Auf die Frage, ob das englische Trikot zu schwer wiege, schnauzt er: „Ich möchte diese Diskussion nicht führen.“ Eine Antwort, die mehr sagt als jede Analyse.

Der Ex-Bayern-Coach spricht von „Kleinigkeiten“, von „Prinzipien“ und „richtiger Perspektive“. Aber was ist klein an einem Team, das seit zwei Spielen keine Idee zeigt? Was bleibt von Tuchels Prinzipien, wenn die Mannschaft nicht einmal Tore schießt?

Die stimmung ist am boden – und die wm rückt näher

Die stimmung ist am boden – und die wm rückt näher

Die Insel ist in Aufruhr. Die Medien sprechen von einer „historischen Pleite“, die Fans von einer „Schande“. Die WM ist noch keine zwei Jahre entfernt, aber die Angst wächst. Ohne Kane wirkt England harmlos. Mit ihm vielleicht auch.

Tuchel betont, es sei „nicht das Ende der Welt“. Vielleicht nicht. Aber es ist ein Anfang, der nach mehr schmeckt – nach mehr Niederlagen, nach mehr Frustration. Und wenn sich nichts ändert, wird aus dem Traum von der WM schnell ein Albtraum.