Trump lädt iran zur wm 2026 ein – trotz krieg

Donald Trump persönlich garantiert: Iran darf zur WM 2026 reisen. Der US-Präsident habe der iranischen Nationalmannschaft in einem Gespräch mit FIFA-Chef Gianni Infantino „eine herzliche Einladung“ ausgesprochen, berichtet der Verbandschef auf Instagram. Die Bombe fällt mitten in eine Region, die brennt.

Infantino bestätigt gespräch mit trump

Die Szene spielte an jenem 10. März, als Infantino in Washington Station machte. Trump habe sich „in aller Deutlichkeit“ dafür ausgesprochen, dass Sport und Politik getrennt bleiben. „Fußball verbindet“ – diesen Satz wiederholte der Präsident offenbar mehrmals, sagt Infantino. Ein Einreisestopp für iranische Spieler und Offizielle? Vom Tisch. Sicherheitsbedenken? Werden laut Trump „auf höchster Ebene gelöst“.

Das klingt wie ein Kehrtwende. Noch im Dezember hatte Trump in einem Interview gesagt, es sei ihm „völlig egal“, ob Iran überhaupt anreist. Nun folgt die Geste der Annäherung – und sie kommt nicht von ungefähr. Die USA, Gastgeber des Turniers zusammen mit Mexiko und Kanada, wollen das Image des friedlichen Gastgebers wahren. Ein Boykott des Iran hätte das Turnier in der arabischen Welt weiter isoliert.

Für die FIFA ist die Aussage Trumps ein Schulterschluss mit Macht. Infantino betont seit Wochen, dass die WM 2026 „die verbindendste aller Zeiten“ werden soll. Die Iraner haben sich über die Play-offs qualifiziert, treten vom 11. Juni bis 19. Juli in Gruppenphase und K.o.-Runde an. Mehdi Taremi und Co. dürfen also planen – unabhängig davon, wie es um das Atomabkommen oder die Konflikte im Nahen Osten steht.

Die botschaft hinter der einladung

Die botschaft hinter der einladung

Trump nutzt das Turnier als geopolitische Bühne. Die Botschaft: Selbst ein Erzfeind darf im eigenen Land kicken, wenn man den medialen Gewinn richtig kalkuliert. Die FIFA spielt mit, weil sie ohnehin auf politisches Kapital setzt. Und Iran? Die Mannschaft erhält ein Ticket, das sie dringend braucht: Normalität inmitten von Sanktionen und innenpolitischem Druck.

Die Entscheidung ist gefallen, die Karten sind verteilt. Am 11. Juni erklingt die iranische Hymne in einem Stadion der USA – und Trump wird als Friedensstifter applaudiert, der den Ball rollen lässt, wenn die Bomber am Horizont stehen.