Traoré schlägt zurück: elfenbein-knall und basel-dilemma
Benie Traoré lachte nicht, als er das 2:0 gegen Winterthur vollstreckte. Er schrie. Ein Schrei, der 18 Monate Nationalmannschafts-Abstinenz wegspülte und Basel an der WM-Teilnahme-Serie zittern lässt.
Elfenbeinküste ruft, basel zittert
Seit 2002 war ein FCB-Spieler bei jeder WM dabei. 2026 droht das Aus – wenn Traoré nicht liefert. Mit zehn Liga-Toren und drei Assists hat der Flügelsprinter die Rechnung ohne Flavius Daniliuc, Becir Omeragic und Co. gemacht. Die beiden Verteidiger warten seit 2024 vergeblich auf einen erneuten A-Länderspiel-Einsatz. Metinho muss erst die Playoffs mit Kongo überstehen, Dominik Schmids Chancen gelten als verschwindend gering.
Die Elfenbeinküste testet in England gegen Südkorea und Schottland. Trainer Emerse Faé will sein WM-Kernteam finden. Traoré gehört plötzlich wieder dazu. Für Basel ein Glücksfall – und ein Risiko. Verletzung, Formtief, taktische Umstellung: Ein Ausfall würde den Serien-Klub vor dem Finale in Nordamerika erstmals in diesem Jahrtausend außen vor lassen.

Die st.-galler rechnung
Während Luzern und Lausanne die letzte Europapokal-Hoffnung wahren, plant St. Gallen die Meisterfeier. Kein Gegner mehr, der die Basler WM-Tradition retten könnte – außer Traoré selbst. Die Uhr tickt. Die Elfenbeinküste spielt, Basel schaut. Und irgendwo in St. Georgen summt schon jemand „We are the champions“. Die WM-Serie hängt an einem 23-Jährigen, der gerade erst wieder lachen gelernt hat.
