Tour de france 2026: denk verteidigt radsport vor doping-vorwürfen
Die Debatte um Doping im Radsport ist so alt wie die Sportart selbst – und auch 20 Jahre nach dem Skandal um Fuentes ist sie noch lange nicht ausgestorben. Doch Teammanager Ralph Denk von Red Bull-Bora-hansgrohe zeigt sich optimistisch: Der Radsport habe ein engmaschiges System zur Dopingkontrolle entwickelt, das seinesgleichen suche.

Ein system, das über die wada hinausgeht
Denk betonte im Vorfeld der Tour de France 2026, die vom 4. bis 26. Juli live im Stream bei HBO Max zu sehen sein wird, dass der Radsport nicht nur auf die Kontrollen der Welt-Anti-Dopingagentur (WADA) setzt. "Im Profibereich wurde zusätzlich zu den WADA-Kontrollen eigenes Budget freigemacht, um selbst Tests durchführen zu können", erklärte er. Einzigartig sei dabei die Beteiligung von Veranstaltern, Teams und Fahrern, die gemeinsam einen Topf von 20 Millionen Euro für zusätzliche Tests finanzieren – eine Summe, die im Sport ihresgleichen suche. Das zeigt ein bemerkenswertes Engagement für einen sauberen Sport.
Die Frage, ob ein kompletter Ausschluss von Dopingfällen möglich ist, beantwortete Denk jedoch mit einem realistischen Kopfschütteln. "Das kann man nicht ausschließen", räumte er ein und erinnerte an den Skandal Fuentes von 2006. "Was ich aber definitiv ausschließen kann, ist systematisches Doping wie damals. Da lehne ich mich weit aus dem Fenster: Das gibt es nicht mehr." Einzelfälle, so Denk, seien unvermeidlich, vergleichbar mit Steuerhinterziehung, die "auch nicht ausgeschlossen" werden kann.
Denks Aussage ist ein klarer Appell an die Glaubwürdigkeit des Radsports und unterstreicht das enorme Engagement, das in die Bekämpfung von Doping investiert wird. Die Tour de France 2026 wird zeigen, ob diese Anstrengungen Früchte tragen und ob die Athleten in der Lage sind, ihre Leistungen durch harte Arbeit und Talent zu beweisen – und nicht durch unerlaubte Hilfsmittel.
