Tour de flandes: pogacar und evenepoel vor gericht – wegen riskanten überholmanövers!
Ein Eklat am Ende des Klassikers: Mathieu van der Poel und Remco Evenepoel, zwei der größten Stars des Radsports, müssen sich nun wegen eines gefährlichen Überholmanövers bei einem Bahnübergang verantworten. Die Staatsanwaltschaft in Oost-Vlaanderen hat Ermittlungen aufgenommen, nachdem beide Fahrer – zusammen mit einer weiteren Handvoll Profis – bei Rot über die Gleise gerast sind, als ein Zug einfuhr.
Ein riskantes spiel mit der sicherheit
Der Vorfall ereignete sich rund 215 Kilometer vor dem Ziel des Tour de Flandes. Als ein Zug sich näherte, wurden die Schranken eines Bahnübergangs gesenkt. Während der Großteil des Peloton zum Stillstand kam, entschieden sich Pogacar, Evenepoel und etwa ein Dutzend andere Fahrer, das Risiko einzugehen und die Gleise zu überqueren, bevor die Schranken vollständig herunterfielen. Eine Entscheidung, die nun Konsequenzen hat.
„Wir werden die betreffenden Personen identifizieren und ein Strafverfahren einleiten“, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Es handelt sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Gerichtsverhandlung geahndet werden kann. Die UCI-Reglementierung sieht für solche Verstöße Strafen bis zu einem Monat Sperre und Geldstrafen von bis zu 5.000 Schweizer Franken vor. Doch nun kommt es zu einer juristischen Auseinandersetzung.

Pogacars erklärung: verwirrung statt verschulden?
Van der Poel versuchte, den Vorfall herunterzuspielen. „Plötzlich tauchten drei Leute auf, die uns zum Anhalten aufforderten. Aber wie soll man in einer Sekunde bremsen? Sie hätten es früher machen müssen, nicht erst zehn Meter vor dem Zaun“, erklärte der frisch gekrönte Sieger des Tour de Flandes. Er vermutete sogar, dass es sich um Demonstranten gehandelt habe. Eine Erklärung, die die Schwere der Situation nicht unbedingt mildert, sondern eher die Verwirrung und den Zeitdruck während des Rennens unterstreicht.
Die Frage, die sich nun stellt: Wie wird das Gericht in Oost-Vlaanderen entscheiden? Wird die Staatsanwaltschaft die Fahrer hart bestrafen, oder wird die besondere Situation eines Radrennens berücksichtigt? Fest steht: Dieser Vorfall hat das Image des Radsports erneut in ein schlechtes Licht gerückt und zeigt, dass die Sicherheit auf den Straßen oberste Priorität haben muss, selbst bei einem prestigeträchtigen Rennen wie dem Tour de Flandes.
