Tottenham stürzt ab: historischer tiefpunkt in der premier league!

Es ist kaum zu fassen: Der Tottenham Hotspur FC, einst ein gefürchteter Gegner, taumelt in den Abgrund. Nach einer erschreckenden Derby-Niederlage gegen Sunderland und der deutlichen Pleite von West Ham gegen Wolverhampton steht Tottenham erstmals seit 2015 wieder in der Gefahrenzone der Premier League. Die Fans zittern – und das zu Recht.

Ein albtraum aus niederlagen und verletzungen

Die aktuelle Misere ist erschreckend. Tottenham hat in den letzten 14 Premier League Spielen nicht mehr gewonnen (5 Unentschieden, 9 Niederlagen). Das ist die zweitschlechteste Serie in der Vereinsgeschichte, nur übertroffen von der katastrophalen Saison 1934/35. Die letzten 105 Tage ohneSieg sprechen eine deutliche Sprache. Der letzte Erfolg datiert vom 28. Dezember, ein müdes 0:1 gegen Crystal Palace.

Die Abgänge von Thomas Frank, Igor Tudor (nur 43 Tage im Amt) und nun auch Roberto de Zerbi scheinen den Verein nicht zu stabilisieren. Cuti Romero reiht sich als neuestes Opfer in eine lange Liste verletzter Spieler ein, darunter Vicario, Odobert, Maddison, Klusevski und Bentancur. “Es ist besorgniserregend, wenn ein so wichtiger Spieler ausfällt”, lamentiert de Zerbi, dessen Optimismus angesichts der Lage fragwürdig erscheint.

Ein blick in die vergangenheit – und ein düsteres omen

Ein blick in die vergangenheit – und ein düsteres omen

Die aktuelle Situation erinnert an düstere Kapitel der Vereinsgeschichte. Laut Opta haben nur Derby County (2008), Sunderland (2003) und Swindon Town (1993) eine längere Durststrecke am Jahresbeginn erlebt – und alle drei Mannschaften stürzten in die Zweite Liga ab. Mit nur 30 Punkten nach 32 Spieltagen und einem denkbar ungünstigen Restprogramm (Brighton, Wolverhampton, Aston Villa, Leeds, Chelsea, Everton) steht Tottenham vor einer Mammutaufgabe.

Die Bilanz für 2024 ist erschreckend: 5 Punkte aus 14 Spielen, 13 Gegentore und nur 5 eigene. Tottenham ist das zweitschlechteste Team der fünf großen europäischen Ligen, nur übertroffen vom bereits abgestiegenen Espanyol.

Daniel levys abschied und die frage nach der zukunft

Daniel levys abschied und die frage nach der zukunft

Der plötzliche Abschied von Daniel Levy nach 25 Jahren im Amt, der im September erfolgte, mag ein Symptom der tiefgreifenden Probleme im Verein sein. Es scheint, als ob der Traditionsverein den Kontakt zur Realität verloren hat. Jamie Carragher spricht offen von einem möglichen Abstieg, während Gary Neville zwar noch an eine Wende glaubt, aber seine Zweifel nicht verhehlt. Jamie O'Hara hingegen ist gnadenlos: “Ich sehe nichts in diesem Team, das auf einen Verbleib in der Premier League hindeutet.”

Es bleibt Tottenham nur, das Motto “To dare is to do” zu leben – denn die Bedrohung durch den Abgrund ist real. Die Frage ist, ob die Spieler die nötige Entschlossenheit und Qualität besitzen, um sich aus dem Schlamassel zu befreien. De Zerbi versucht, die Hoffnung aufrechtzuerhalten: “Ich bin optimistisch. Wir befinden uns in einer schwierigen Phase, aber ich glaube an diese Spieler.” Ob diese Worte mehr als leere Phrasen sind, wird sich zeigen.